Devisen: Euro deutlich über 1,23 Dollar - Yen und Franken gefragt

Der Euro hat am Dienstag spürbar zugelegt und ist über die Marke von 1,23 US-Dollar gestiegen. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,2340 Dollar und damit knapp einen halben Cent mehr als im asiatischen Handel. Gegen den Franken kam der Euro indes leicht zurück und kostete am Mittag 1,1525 nach 1,1540 im frühen Handel.
13.02.2018 13:09

Das Hauptthema am Markt ist der auf breiter Front schwächere amerikanische Dollar. Besonders deutlich zur US-Währung legten der japanische Yen und der Schweizer Franken zu. So kostete ein Dollar noch 0,9340 CHF. Neben der Dollar-Schwäche profitierten beide Währungen auch von ihrem Status als sichere Häfen, in die sich Anleger zurückziehen, wenn sich die Marktstimmung eintrübt. Am Dienstag sorgten schwache Aktienmärkte in Europa für eine höhere Nachfrage nach sicheren Anlagen.

Gewinne zum Dollar verbuchte auch das britische Pfund. Ausschlaggebend waren Inflationszahlen, die etwas höher als erwartet ausfielen. Die Gesamtinflation liegt mit 3,0 Prozent weiter klar über dem Inflationsziel der Bank of England, die weniger schwankungsanfällige Kernrate stieg von 2,5 auf 2,7 Prozent. Die Zahlen dürften die britische Notenbank in ihrer Haltung bestätigen, wonach künftige Zinsanhebungen etwas früher erfolgen könnten als bislang gedacht.

Im Nachmittagshandel stehen nur noch wenige Konjunkturdaten an. In den USA wird sich mit Loretta Mester aber eine ranghohe Notenbankerin zu Wort melden. Die Geldpolitik der US-Zentralbank Fed steht derzeit unter besonderer Beobachtung, weil sie indirekt mitverantwortlich gemacht wird für die starken Kursverluste an der Börse in der vergangenen Woche. Auslöser der Verluste waren auch Spekulationen auf eine deutlich straffere Geldpolitik des Fed.

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(AWP)