Devisen: Euro erholt sich etwas nach starken Vortagesverlusten

Der Euro hat am Donnerstag nach starken Vortagesverlusten zu einer leichten Kurserholung angesetzt. Im Mittagshandel stieg die Gemeinschaftswährung wieder um die Marke von 1,15 US-Dollar. Am Morgen hatte der Euro zunächst an die Verluste zur Wochenmittag angeknüpft und war bis auf 1,1464 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte August gefallen.
04.10.2018 12:34

Der Schweizer Franken hat sich zuletzt recht parallel zum Euro entwickelt. Das Währungspaar notierte zum Berichtszeitpunkt bei 1,1402, dies nach 1,1385 am frühen Morgen bzw. 1,1397 am Vorabend. Bei USD/CHF lagen die entsprechenden Werte bei 0,9917 bzw. 0,9924 und 0,9901.

Marktbeobachter sprachen bei von einer Gegenbewegung beim Euro zum US-Dollar, die im Vormittagshandel eingesetzt hatte. Zuvor war der Euro durch eine breitangelegte Dollar-Stärke belastet worden. Die amerikanische Währung profitierte von besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten und steigenden Renditen am Markt für US-Staatsanleihen. Nach Aussagen des US-Notenbankchefs Jerome Powell zur möglichen US-Leitzinsentwicklung war die Rendite für zehnjährige US-Anleihen erstmals seit 2011 über 3,2 Prozent gestiegen.

Powell hatte in einer Rede am späten Mittwochabend auf die Stärke des konjunkturellen Aufschwungs in den USA verwiesen und in Aussicht gestellt, dass die Leitzinsen über das sogenannte neutrale Niveau hinaus steigen könnten. Unter dem "neutrale Zins" versteht man ein Zinsniveau, dass die Wirtschaft weder bremst noch anschiebt. Das Fed veranschlagt das neutrale Zinsniveau gegenwärtig bei etwa drei Prozent.

Aus der Eurozone wurden im Tagesverlauf keine Konjunkturdaten veröffentlicht, an denen sich die Anleger orientieren könnten. Erst am Nachmittag stehen neue Wirtschaftsdaten aus den USA auf dem Programm, die für neue Impulse sorgen dürften. Beachtet werden vor allem Daten zum Auftragseingang in der amerikanischen Industrie.

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(AWP)