Devisen: Euro erholt sich leicht - Zum Franken im Plus

Der Euro hat sich am Montag etwas von seinen Verlusten der vergangenen Tage erholt. Die Gemeinschaftswährung kostete gegen Mittag 1,1638 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen.
30.10.2017 13:01

Gegenüber dem Schweizer Franken hat der Euro zum Wochenstart zugelegt. Die Gemeinschaftswährung kletterte wieder über die Marke von 1,16 CHF und geht am Mittag bei 1,1611 CHF um. Der US-Dollar kostet am Mittag - zum Morgen praktisch unverändert - 0,9978 CHF.

Vor dem Wochenende war der Euro mit 1,1575 Dollar auf den tiefsten Stand seit Mitte Juli gefallen. Belastet wird die Gemeinschaftswährung vor allem durch die Aussicht auf eine anhaltend lockere Geldpolitik der EZB. Darüber hinaus sorgt die politische Krise zwischen Spanien und Katalonien für Unsicherheit unter Anlegern. Hinzu kommen zuletzt robuste Konjunkturdaten aus den USA.

Der US-Dollar stand dagegen zu vielen Währungen unter Druck. Am Markt wurde auf Spekulationen verwiesen, wonach Jerome Powell im Februar auf die aktuelle Notenbankchefin Janet Yellen folgen könnte. Powell gehört bereits dem Gouverneursrat des Fed an und gilt als Geldpolitiker mit einer lockeren Haltung. Seinem offenbar grössten Konkurrenten um die Fed-Nachfolge, dem Wirtschaftsprofessor John Taylor, wird dagegen eine straffere geldpolitische Haltung nachgesagt. Yellens Chancen auf eine zweite Amtszeit gelten einem Medienbericht zufolge mittlerweile als gering.

Im Nachmittagshandel werden in den USA einige Konjunkturdaten veröffentlicht. Im Mittelpunkt dürfte das von der Fed bevorzugte Inflationsmass PCE stehen. An der schwachen Kernteuerung dürfte sich nur wenig ändern. Die verhaltene Inflation gilt als Hauptgrund für die vorsichtige Vorgehensweise der US-Notenbank. Allerdings wird erwartet, dass der US-Leitzins in diesem Jahr noch einmal steigt. Am Mittwoch könnte die Fed nach ihrer zweitägigen Sitzung Hinweise auf eine Anhebung im Dezember geben.

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(AWP)