Devisen: Euro erholt sich - Yen steigt deutlich

Der Euro hat sich am Donnerstag etwas von seinen Verlusten am Vortag erholt. Am Morgen kostete die gemeinsame Währung der 19 Euroländer 1,1035 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend.
19.09.2019 07:51

Der Franken zeigt sich im Vorfeld des SNB-Zinsentscheids sowohl zum Euro als auch zum US-Dollar relativ stabil. Der Euro wird aktuell zu 1,0999 gehandelt und bleibt damit wie am Vortag im Bereich der psychologisch wichtigen Marke von 1,10. Der US-Dollar hat sich nach der am Vorabend publizierten Zinssenkung der US-Notenbank per Saldo wenig bewegt. Derzeit kostet der Dollar 0,9961 Franken und damit etwas mehr als am Vorabend vor dem Zinsentscheid.

Die Erwartungen an die SNB in der Frage nach einer weiteren Senkung der Zinsen noch stärker in den negativen Bereich sind hierzulande geteilt. Von der Tendenz her sind die Kommentatoren, die ein Stillhalten der SNB als wahrscheinlichere Variante betrachten, knapp in der Mehrheit. Die jüngst positive Entwicklung des Euro im Vergleich zum Franken seit Bekanntgabe der neuerlichen Lockerung der Geldpolitik vergangene Woche sollte die SNB nicht unter Zugzwang bringen.

Der Euro war am Mittwochabend unter Druck geraten, nachdem die US-Notenbank erwartungsgemäss ihre Leitzinsen zum zweiten Mal in diesem Jahr verringert hatte. Zugleich wurde an Prognosen einzelner Notenbanker jedoch deutlich, dass in der Zentralbank keine Einigkeit über den weiteren geldpolitischen Kurs besteht. Der US-Dollar legte daraufhin zu.

Deutlich gestiegen ist am Donnerstagmorgen der japanische Yen. Entgegen der Erwartung einiger Analysten lockerte die japanische Zentralbank ihre Geldpolitik nicht weiter. Der Yen erhielt dadurch Auftrieb. Allerdings kündigte die Notenbank für ihre nächste Zinssitzung Ende Oktober eine Überprüfung der wirtschaftlichen Lage an. Dies eröffnet zumindest die Möglichkeit einer weiteren Lockerung.

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(AWP)