Devisen: Euro erneut unter 1,08 Dollar - Knapp über 1,07 Franken

Der Kurs des Euro ist am Donnerstag leicht gesunken. Im Mittagshandel lag die Gemeinschaftswährung bei 1,0779 Dollar. Am Morgen hatte der Kurs noch über 1,08 Dollar notiert.
23.03.2017 13:57

Das EUR/CHF-Währungspaar bewegt sich dagegen in einer engen Spanne um die Marke von 1,07. Aktuell notiert es bei 1,0707 knapp darüber. Der US-Dollar zeigt sich zum Franken bei 0,9930 CHF leicht gefestigt. Für Gesprächsstoff sorgte hierzulande am Morgen der Geschäftsbericht der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Diese hat demnach im vergangenen Jahr fast 20 Mrd CHF weniger Devisen zur Schwächung des Frankens gekauft als noch im Vorjahr. Sie intervenierte 2016 mit 67,1 Mrd CHF am Devisenmarkt, 2015 waren es 86,1 Mrd.

Auf Datenseite hatte es am Morgen aus Deutschland die aktuellen Umfrageergebnisse des Marktforschungsunternehmens GfK gegeben. Viele Bürger dort fürchteten demnach, dass sie sich wegen der zuletzt gestiegenen Inflation künftig weniger leisten könnten, hiess es in der Studie. Daher hat sich die Konsumlaune der Deutschen auch etwas abgeflacht.

Der Blick der Anleger richtet sich am Nachmittag dann verstärkt auf die USA. Das Repräsentantenhaus soll über die von US-Präsident Donald Trump angestrebte Aufhebung der Gesundheitsreform seines Vorgängers entscheiden. Zuletzt regte sich jedoch auch in Trumps eigener Partei Widerstand. Sollte sich im voraus keine Mehrheit für den Antrag abzeichnen, könnte die Abstimmung verschoben werden.

Von einer anstehenden Rede der US-Notenbankchefin Janet Yellen erhoffen sich Experten wenig Impulse für den Dollar. Sollte sie sich detailliert zur Geldpolitik äussern, dürfte sie darauf hinweisen, dass der aktuelle geldpolitische Pfad ohne Berücksichtigung der geplanten Steuererleichterungen in den USA eingeschlagen worden sei, erklärt ein Marktstratege.

Trumps Ankündigungen weiterer Vorhaben wie milliardenschwere Infrastrukturausgaben und Steuersenkungen hatten an den Finanzmärkten in den vergangenen Monaten viel Euphorie ausgelöst. Inzwischen wächst aber die Sorge darüber, ob den Worten auch Taten folgen werden. Die heutige Entscheidung im Repräsentantenhaus gilt als ein wichtiger Indikator dafür.

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(AWP)