Devisen: Euro etwas leichter zum Dollar - Zum Franken stabil vor US-Jobdaten

Der Euro ist am Freitag vor wichtigen Konjunkturdaten aus den USA gegenüber dem US-Dollar leicht gesunken. Am Vormittag wird die Gemeinschaftswährung aktuell bei 1,1647 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als im frühen Handel. Zum Franken zeigt sich der Euro mit zuletzt 1,1646 CHF dagegen kaum verändert. Der US-Dollar hat sich gegenüber dem Franken von dem leichten Rücksetzer am Morgen erholt und pendelt bei 0,9997 CHF wieder in einer engen Spanne um die Parität.
03.11.2017 10:18

Die Anleger dürften sich vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts am Nachmittag eher zurückhalten, heisst es von Marktbeobachtern. Zumal in der Eurozone im Tagesverlauf keine wichtigen Konjunkturdaten auf dem Programm stehen. Es wird erwartet, dass sich der amerikanische Arbeitsmarkt im Oktober vergleichsweise robust entwickelt hat.

Allerdings dürfte der Arbeitsmarktbericht wegen der Folgen schwerer Wirbelstürme im Süden der USA verzerrt sein. Der Markt rechnet mit einem starken Anstieg bei der Zahl der Beschäftigten, nachdem im September wetterbedingt Stellen abgebaut wurden. Mit Blick auf die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed dürften die Anleger am Nachmittag vor allem die Entwicklung der Stundenlöhne im Blick haben, die Rückschlüsse auf die weitere Entwicklung der Inflation ermöglichen.

Die Nominierung des Notenbankers Jerome Powell als Nachfolger von Janet Yellen an der Spitze der Fed sorgte nicht mehr für Bewegung an den Märkten. Die Personalentscheidung war zuvor bereits in den Medien durchgesickert.

Auch die am Vortag vorgelegten Pläne für eine Steuerreform in den USA bewegten zuletzt kaum noch. Sie stellen nach Einschätzung der Expertin Antje Praefcke von der Commerzbank keine grosse Neuigkeit dar. Bereits im September war ein Entwurf der Steuerreform vorgelegt worden. "Ausserdem ist die Durchsetzung der Reform derzeit mehr als fraglich", sagte Praefcke.

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(AWP)