Devisen: Euro etwas schwächer gegenüber Dollar und Franken

Der Euro hat am Donnerstag etwas schwächer tendiert, sich aber über der Marke von 1,14 US-Dollar halten können. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1407 Dollar und damit etwas weniger als am Morgen.
08.11.2018 12:44

In engen Grenzen hielten sich dagegen die Einbussen gegenüber dem Franken. Gegen Mittag wurde ein Euro zu 1,1447 Franken gehandelt, nach 1,1456 Franken am Morgen. Etwas belastet wurde die europäische Gemeinschaftswährung durch neue Wachstumsprognosen der EU-Kommission. Sie geht in ihrem Herbstgutachten von einem etwas schwächeren Wachstum im Euroraum in den kommenden Jahren aus.

Die Kommission nannte zahlreiche Wachstumsrisiken, darunter die Gefahr steigender Staatsschulden in einigen Euroländern. Kritisiert wurde Italiens Haushaltspolitik, die laut Kommission zu steigenden Budgetdefiziten führe und dem Ziele einer Verringerung der Schuldenquote entgegenstehe.

Unter spürbarem Druck stand die türkische Lira. Gegen Mittag gab sie zum amerikanischen Dollar 1,5 Prozent an Wert nach. Am Markt wurde zum einen auf die schwache türkische Börse verwiesen. Zum anderen wurden Äusserungen der Ratingagentur Moody's ins Feld geführt. Die Bonitätsprüfer rechnen in den kommenden Quartalen mit einer schrumpfenden türkischen Wirtschaft. Finanzminister Berat Albayrak sagte, man lasse nicht zu, dass ausländische Kräfte die gute Wirtschaftsstimmung kaputt machten.

Gegen Abend dürften Anleger wie Analysten ihre Blicke in Richtung USA lenken. Dort entscheidet die Notenbank Federal Reserve über ihren geldpolitischen Kurs. Mit unmittelbaren Entscheidungen wird zwar nicht gerechnet. Allerdings könnte die Fed Hinweise auf den für Dezember erwarteten nächsten Zinsschritt fallen lassen. /bgf/jha/tt/kw

(AWP)