Devisen: Euro etwas schwächer - Zum Franken stabil

Der Euro hat am Donnerstag einen Teil seiner deutlichen Kursgewinne vom späten Mittwochabend wieder abgegeben. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0637 US-Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Am Mittwochabend hatte der Euro schlagartig um knapp einen Cent aufgewertet, während der Dollar auf breiter Front unter Druck stand.
13.04.2017 13:35

Zum Franken zeigte sich der Euro am Donnerstag stabil. Am Mittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,0685 CHF und damit etwa soviel wie noch am Morgen. Die Devisenexperten von Capital Economics rechnen damit, dass der Franken in diesem Jahr gegenüber dem Euro weiter ansteigen wird. Dies obwohl die SNB den CHF bereits als signifikant überbewertet erachtet. Verschiedene Kräfte (Politik der US-Fed und der EZB, die politisch unsicher Lage in der europäischen Union und Angst vor Beschlüssen von Donald Trump) könnten für eine weiter Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro führen, heisst es im Kommentar weiter. Da die SNB bereits eine aufgeblähte Bilanz habe, werde sie nicht gewillt sein, dieser Entwicklung intensiv entgegenzutreten.

Der US-Dollar legte gegenüber dem Franken leicht zu. Er geht am Donnerstag-Mittag bei 1,0043 CHF um.

Auslöser der Dollarverluste waren Äusserungen von US-Präsident Donald Trump. In einem Interview mit der Zeitung "Wall Street Journal" hatte Trump gesagt, der Dollar drohe, zu stark zu werden. Zudem stellte er sich, im Gegensatz zu früheren Aussagen, als Anhänger einer lockeren Geldpolitik dar und schloss eine erneute Nominierung der aktuellen Notenbankchefin Janet Yellen nicht gänzlich aus. Der Dollar gab daraufhin deutlich nach, der Euro legte entsprechend zu. Ein kleiner Teil dieser Bewegung wurde am Donnerstag rückgängig gemacht.

Impulse durch Konjunkturdaten sind vor dem Osterwochenende spärlich gesät. Allenfalls einige US-Zahlen könnten am Nachmittag für Bewegung sorgen. Veröffentlicht werden die wöchentlichen Daten vom Arbeitsmarkt, die Erzeugerpreise und das Konsumklima der Uni Michigan.

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(AWP)