Devisen: Euro fällt auf tiefsten Stand seit Juli - Franken etwas stärker

Der Euro hat am Dienstag nachgegeben und ist zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit rund dreieinhalb Monaten gefallen. Im Tief fiel die Gemeinschaftswährung auf 1,1554 USD und damit auf den tiefsten Stand seit dem 20. Juli. Der amerikanische Dollar legte dagegen zu vielen Währungen zu. Zum Franken zeigte der Greenback mit 0,9985 nach zuvor 0,9982 CHF per Saldo aber nur marginale Bewegung. Der Euro gab indes auch zum Franken nach und kostete noch 1,1553 nach 1,1590 CHF am Morgen.
07.11.2017 13:02

Am Markt wurden die Kursgewinne des Dollar mit Äusserungen von US-Präsident Donald Trump erklärt. Trump gab sich während eines Staatsbesuchs in Südkorea mit Blick auf das Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas wesentlich zurückhaltender als früher. Er sehe Fortschritt und gewisse Bewegungen, sagte Trump. Er rief die nordkoreanische Führung dazu auf, an den Verhandlungstisch zu kommen und einen "Deal" zu machen.

Derweil stiegen die Devisenreserven der SNB im Oktober um deutliche 17,0 Mrd CHF. Der Gesamtbestand der Reserven (exkl. Gold) erreichte Ende Oktober 747,03 Mrd nach 730,07 Mrd CHF im Vormonat. Ob und allenfalls wie stark die SNB im Oktober am Devisenmarkt interveniert hat, ist aus den Zahlen nicht genau herauszulesen. Oft ist die Entwicklung der wichtigsten ausländischen Währungen zum Franken ein Hauptgrund für die Veränderungen.

Konjunkturdaten stehen am Dienstag nur wenige an. Schwache Produktionszahlen aus Deutschland und solide Einzelhandelsumsätze aus dem Währungsraum bewegten die Devisenkurse so gut wie nicht. In den USA stehen am Nachmittag Zahlen vom Arbeitsmarkt an, die an den Märkten jedoch nur selten beachtet werden. Veröffentlicht wird der Jolts-Bericht zu den offenen Stellen.

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(AWP)