Devisen: Euro fällt im US-Handel unter 1,06 Dollar - EUR/CHF bei 1,0683

Der Euro ist am Freitag im US-Handel unter die Marke von 1,06 Dollar gesunken. Die wachsende Unsicherheit an den internationalen Finanzmärkten belastete. Zudem war der US-Arbeitsmarktbericht nicht in allen Teilen enttäuschend ausgefallen. Rund eine Stunde vor dem Börsenschluss an der Wall Street wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,0590 Dollar gehandelt und damit so tief wie zuletzt vor rund einem Monat. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0630 (Donnerstag: 1,0666) US-Dollar festgesetzt.
07.04.2017 21:19

Auch der Franken büsste zum US-Dollar an Wert ein: USD/CHF notierte am späten Freitagabend bei 1,0088 nach 1,0048 am Morgen. Zum Euro legte der Franken hingegen etwas zu auf 1,0683 CHF nach 1,0698 CHF.

Auslöser der Unsicherheit an den Märkten war ein Militärschlag der USA in Syrien. Die Vergeltungsmassnahme für einen mutmasslich vom syrischen Regime verübten Giftgasangriff im eigenen Land habe zu erhöhter Vorsicht geführt, sagte Experte Lutz Karpowitz von der Commerzbank.

Zudem bekam der Dollar letztlich auch vom Arbeitsmarktbericht für den Monat März und schwächte so den Euro. Die Jobdaten seien in Teilen durchaus stark, hiess es unter Verweis auf die Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent. Denn das ist die niedrigste Quote seit Mai 2007. Volkswirte hatten stattdessen mit einer unveränderten Rate von 4,7 Prozent gerechnet. Weiteren graduellen Zinsanhebungen in den USA dürften die Zahlen kaum im Wege stehen.

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(AWP)