Devisen: Euro fällt kurz unter 1,13 Dollar - Franken etwas tiefer

Der Euro hat am Dienstag mit kurzzeitigen Schwankungen auf Nachrichten zur europäischen Geldpolitik reagiert. Im Vormittagshandel fiel die Gemeinschaftswährung vorübergehend unter die Marke von 1,13 US-Dollar. Am frühen Nachmittag notiert sie aber mit 1,1302 Dollar wieder knapp darüber.
16.04.2019 13:22

Der Schweizer Franken verlor derweil zum Euro wie auch zum Dollar. Ein Euro kostet am frühen Nachmittag 1,1367 und damit etwas mehr als noch am Vortag. Der Dollar notiert zum Franken mit 1,0058 ebenfalls höher.

Der Euro wurde zeitweise durch einen Medienbericht belastet, wonach ein Teil der Ratsmitglieder der Europäischen Zentralbank (EZB) an einer baldigen konjunkturellen Erholung zweifelt. Entlastung kam dagegen von einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg. Demnach stehen zahlreiche EZB-Notenbanker einem gestaffelten Negativzins skeptisch gegenüber. Ein solcher Schritt würde die Belastung der Banken durch den Negativzins verringern und der EZB geldpolitischen Spielraum verschaffen.

Konjunkturdaten aus Deutschland bewegten den Euro dagegen kaum. Die Konjunkturerwartungen des Mannheimer ZEW-Instituts hellten sich im April den sechsten Monat in Folge auf. Bankanalysten deuteten die Entwicklung zumeist als Hoffnungsschimmer für eine konjunkturelle Aufhellung in Deutschland. Zuletzt waren insbesondere Zahlen aus der deutschen Industrie schwach ausgefallen, was Konjunkturängste ausgelöst hatte.

Im Nachmittagshandel stehen Produktionsdaten aus der US-Industrie auf dem Programm. Ausserdem wird der NAHB-Wohnungsmarktindex veröffentlicht.

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(AWP)

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