Devisen: Euro fällt leicht - Zum Franken stabil

Der Euro ist am Freitag durch eine höhere Unsicherheit an den internationalen Finanzmärkten belastet worden. Auslöser war ein Militärschlag der USA gegen Syrien. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0618 US-Dollar und damit etwas weniger als am Morgen.
07.04.2017 16:58

Zum Franken zeigte sich der Euro am Freitag relativ stabil und schwächte sich nur leicht ab. Am späten Nachmittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,0686 CHF. Dagegen legte der US-Dollar zum Franken etwas zu. Der Dollar geht am Freitag-Nachmittag bei 1,0064 CHF um.

Der amerikanische Luftangriff auf einen syrischen Militärflughafen in der Nacht auf Freitag, eine Vergeltung für einen mutmasslich vom syrischen Regime verübten Giftgasangriffs in Syrien, habe zu erhöhter Vorsicht an den Märkten geführt, sagte Experte Lutz Karpowitz von der Commerzbank. Die Kursbewegungen hielten sich jedoch in Grenzen. Unter Druck standen vor allem die türkische Lira und der russische Rubel. Die Türkei zählt in der Region zu den grössten Gegnern des syrischen Regimes, Russland ist ein Verbündeter des Herrscherhauses Assad und unterstützt das Regime militärisch in dem seit Jahren tobenden Bürgerkrieg.

Konjunkturdaten entfalteten in diesem Umfeld meist geringe Wirkung. Anleger nahmen jedoch robuste Zahlen aus Deutschland zur Kenntnis. Zahlen zur Industrieproduktion und vom Aussenhandel überraschten positiv. Einige Analysten hoben daraufhin ihre Wachstumsprognosen für das erste Quartal an. In den USA war der Arbeitsmarktbericht für den Monat März zwar eher schwach ausgefallen. Experten begründeten den geringen Beschäftigungsaufbau jedoch auch mit Wettereffekten. Der Dollar geriet nur kurzzeitig unter Druck.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85573 (0,85590) GBP und 117,64 (118,23) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1266,45 (1252,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 38 357,00 (37 892,00) Euro.

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(AWP)