Devisen: Euro fällt in Richtung 1,12 Dollar - EUR/USD knapp unter 0,97

Der Euro hat am Donnerstag etwas nachgegeben und ist gegenüber dem US-Dollar am frühen Nachmittag fast unter 1,12 gefallen. Danch hat er sich aber wieder etwas erholt. Am späten Nachmittag kostete der Euro 1,1226 Dollar und damit noch 30 Stellen weniger als im Tageshoch. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1219 (Mittwoch: 1,1221) Dollar fest.
01.06.2017 17:08

Der Franken bewegte sich zu beiden Währungen per Saldo kaum. EUR/CHF notierte am Abend bei 1,0886 und USD/CHF bei 0,9697, am Morgen waren es 1,0887 bzw. 0,9693.

Händler begründeten die Verluste des Euro mit dem auf breiter Front festeren Dollar. Die US-Währung wurde durch robuste Konjunkturdaten beflügelt. So meldete der amerikanische Dienstleister ADP einen überraschend deutlichen Stellenaufbau in der Privatwirtschaft. Zudem hellte sich die Industriestimmung, gemessen an dem stark beachteten ISM-Index, leicht auf. Für etwas Ernüchterung sorgten dagegen schwache Daten vom US-Häusermarkt.

Solide Wirtschaftsdaten aus dem Euroraum konnten den Euro bestenfalls stützen. Die Industriestimmung im Euroraum stieg nach Zahlen des Forschungsunternehmens Markit auf ein neues Sechsjahreshoch. Zudem überzeugten Wachstumszahlen aus den Eurostaaten Italien und Finnland. Während die italienische Wirtschaft im ersten Quartal stärker wuchs als bisher vermutet, legte die finnische Wirtschaft mit 1,2 Prozent zum Vorquartal aussergewöhnlich stark zu.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87230 (0,87365) GBP und 124,53 (124,40) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1264,85 (1266,20) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 36 360,00 Euro (36 341,00) Euro.

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(AWP)