Devisen: Euro fällt in Richtung 1,13 Dollar - Weiter stabil zum Franken

Der Euro hat sich am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar von seiner schwächeren Seite präsentiert. Gegen Mittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1322 US-Dollar und damit etwa einen halben Cent weniger als im Tageshoch. Händler nennen vor allem den auf breiter Front stärkeren US-Dollar als Grund. Das zeigt sich auch am USD/CHF-Währungspaar. Mit 0,9673 CHF notiert es am Mittag knapp unter dem bisherigen Tageshoch bei 0,9689 CHF, das es kurz zuvor markiert hatte.
05.07.2017 13:17

Zum Franken bewegt sich der Euro derweil weiter in einer stabilen Seitwärtslage bei 1,0951 CHF. Für den UBS-Devisenexperten Thomas Flury hat diese Entwicklung nichts mit den Interventionen der SNB zu tun, wie er in einem Interview mit AWP Video erklärt. "Seit den französischen Wahlen ist das Volumen extrem zurückgegangen", so der Devisenexperte. Es brauche jetzt viel Vertrauen in die Aktienmärkte, damit sich Anleger mit zu hohen Franken-Beständen im Portfolio von diesen lösen.

Derweil spielen die bislang veröffentlichten Konjunkturdaten an den Märkten keine besonders grosse Rolle. Die Unternehmensstimmung im Euroraum trübte sich nach Daten des Instituts Markit im Juni leicht ein, bewegt sich aber immer noch in der Nähe eines sechsjährigen Höchststands. Die Einzelhändler im Euroraum erhöhten ihre Umsätze im Mai unterdessen moderat.

Im weiteren Handelsverlauf rückt die Geldpolitik der USA in den Fokus. Die amerikanische Notenbank Fed veröffentlicht am Abend ihr Protokoll zur jüngsten Zinssitzung. Analysten und Anleger erhoffen sich Hinweise, ob in diesem Jahr noch mit einer weiteren Zinserhöhung zu rechnen ist. Ausserdem stellt sich die Frage, wann genau die Fed mit der bereits angekündigten Verringerung ihrer 4,5 Billionen Dollar schweren Bilanz - ein Erbe der Finanzkrise - beginnen will.

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(AWP)