Devisen: Euro fällt unter 1,08 USD - Pfund erholt sich

Der Euro hat am Mittwoch zum US-Dollar weiter nachgegeben. Nach Verlusten am Dienstag von einem halben Cent ging es zur Wochenmitte aber nicht ganz so deutlich bergab. Am frühen Nachmittag notiert die Gemeinschaftswährung auf 1,0783 nach 1,0802 USD am Morgen Zum Schweizer Franken zeigt sich der Euro stabil und notiert bei 1,0731 nach 1,0725 CHF. Der Dollar zum Franken ist entsprechend gestiegen auf 0,9952 von 0,9928 CHF.
29.03.2017 14:04

Robuste Stimmungsindikatoren aus Frankreich und Italien konnten den Euro zum Dollar nicht stützen. Die Verbraucherstimmung in Frankreich sowie die Unternehmens- und Konsumentenstimmung in Italien präsentierten sich robust. Der Euro profitierte jedoch nicht nachhaltig davon. Belastung kam dagegen vom amerikanischen Dollar, der an seiner Erholung vom Dienstag anknüpfte.

Das britische Pfund, das am Vormittag noch deutlich unter Druck gestanden hatte, erholte sich bis zum Mittag. Grossbritannien reichte offiziell seinen Austritt aus der Europäischen Union ein. Für diesen Schritt hatte sich im vergangenen Sommer in einem Referendum eine knappe Mehrheit der Briten ausgesprochen. Analysten warnten vor den grossen wirtschaftlichen Risiken und der Ungewissheit, die der Brexit und die Austrittsverhandlungen mit der EU mit sich bringen. Zum Franken notiert das Pfund am frühen Nachmittag wieder auf 1,2407 CHF, nachdem es am Morgen im Tief bis auf 1,2285 CHF gefallen war.

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) ging am Morgen für das Währungspaar EUR/CHF von einer Seitwärtstendenz aus. Die ZKB-Experten rechnen weiterhin daamit, dass sich die Schweizer Nationalbank gegen den Aufwärtsdruck auf den Franken stemmt. Für den Dollar zum Franken erwartete die ZKB ebenfalls eine Seitwärtsbewegung. Weiterhin würden fiskalischen Massnahmen in den USA den Dollar stützen.

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(AWP)