Devisen: Euro fällt unter 1,10 US-Dollar

Der Euro ist am Mittwoch unter Druck geraten. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0985 US-Dollar und damit rund einen halben Cent weniger als im Tageshoch. Auslöser war ein auf breiter Front steigender Dollar.
11.09.2019 17:09

Der Dollar zog auch zum Schweizer Franken an, tat dies allerdings nur moderat. Derzeit kostet ein Dollar 0,9937 Franken nach Kursen um die 0,9920 Franken im frühen Geschäft. Der Euro gab derweil bis auf 1,0929 Franken nach. Am Morgen musste man für die europäische Gemeinschaftswährung noch um die 1,0960 Franken bezahlen.

Der Dollar profitierte zur Wochenmitte von Signalen aus China, die auf eine leichte Entspannung des Handelskonflikt mit den USA hindeuten. China veröffentlichte eine Liste mit Waren aus den USA, die von Strafzöllen ausgenommen werden sollen. Allerdings geht China damit nur einen kleinen Schritt auf die USA zu, denn auf der Liste finden sich keine wichtigen amerikanischen Agrarprodukte. Diese sind jedoch für US-Präsident Donald Trump von grossem Wert, weil die US-Farmer stark unter dem Handelskonflikt leiden. Die Landwirte zählen zu den treuesten Unterstützern Trumps.

Hauptereignis der Woche bleibt die Zinsentscheidung der EZB am Donnerstag. Angesichts der sich abschwächenden Konjunktur wird erwartet, dass die Notenbank ihre bereits sehr grosszügige Geldpolitik weiter lockert. Ungewiss ist aber, welche konkreten Massnahmen ergriffen werden. Als wahrscheinlich gilt eine Zinssenkung, begleitet von einer Entlastung für die unter den Niedrigzinsen leidenden Banken. Ob die EZB neue Wertpapierkäufe auflegen wird, ist fraglich. In den vergangenen Wochen ist der Widerspruch auch in den Reihen der EZB grösser geworden.

Die Feinunze (31 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1'492 US-Dollar gehandelt. Das waren knapp sieben Dollar weniger als am Vortag.

bgf/stk/mk

(AWP)

 

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