Devisen: Euro fällt zeitweise unter 1,13 US-Dollar - Pfund etwas schwächer

Der Euro hat am Donnerstag nachgegeben und ist zeitweise unter die Marke von 1,13 US-Dollar gefallen. Im Mittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1300 Dollar und damit weniger als am Morgen. Gegenüber dem Franken schwächte sich der Euro auf 1,1352 Franken ab. Der Dollar trat mit 1,0047 Franken auf der Stelle. Das Pfund büsste zum Franken an Wert ein und notierte bei 1,3288 Franken.
14.03.2019 13:26

Belastet wurde der Euro von dem festeren Dollar. Dieser legte zu vielen Währungen zu, nachdem bekannt wurde, dass ein Gipfeltreffen zwischen den USA und China so bald nicht anstehen dürfte. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete mit Bezug auf informierte Kreise, dass ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping frühestens im April anstehe.

Das Treffen der beiden Staatsoberhäupter soll krönender Abschluss der derzeitigen Verhandlungen im Zollstreit zwischen den beiden Wirtschaftsmächten sein. Trumps Handelsbeauftragter Robert Lightizer hatte diese Woche von bestehenden Differenzen in den Verhandlungen gesprochen.

Das britische Pfund hält sich trotz des festgefahrenen Brexits erstaunlich gut. Am Mittwoch war das Pfund zum Dollar auf den höchsten Stand seit vergangenen Juni und zum Euro auf den höchsten Stand seit Mai 2017 gestiegen. Am Vormittag zeigte sich das Pfund nach der Brexit-Abstimmung am Mittwoch allerdings etwas schwächer.

"Nachdem die gestrigen Geschehnisse nicht nur Beobachter, sondern auch die Abgeordneten des britischen Parlamentes zwischenzeitlich in totaler Verwirrung zurück liessen, ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch der Markt nicht so richtig weiss, was er aus den neuesten Entwicklungen machen soll", schrieb Esther Reichelt, Analystin der Commerzbank.

Die britischen Abgeordneten hatten sich am Vorabend gegen einen Brexit ohne Abkommen ausgesprochen. An diesem Donnerstag soll das Unterhaus über eine Verschiebung des Ende März anstehenden Brexit abstimmen. Wie lange die Verlängerung ausfallen soll und ob die EU diesem Vorhaben zustimmt, ist völlig offen.

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(AWP)