Devisen: Euro fällt zu Dollar und Franken

Der Euro ist am Mittwoch durch schwache Konjunkturdaten belastet worden. Gegenüber dem US-Dollar fiel die Gemeinschaftswährung gegen Mittag zwischenzeitlich unter die Marke von 1,14 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte August. Am frühen Nachmittag liegt der Kurs wieder leicht höher bei 1,1400 Dollar.
24.10.2018 13:41

Gegenüber dem Schweizer Franken sackte der Eurokurs ebenfalls ab und notiert so tief wie seit Anfang Oktober nicht mehr. Am frühen Nachmittag kostet der Euro damit 1,1369 Franken nachdem er am Morgen noch bei 1,1413 Fr. gehandelt wurde. Der Dollar liegt derweil im Plus gegenüber dem Franken und notiert auf 0,9973 (Morgen 0,9950 Fr.).

Enttäuschenden Wirtschaftsdaten läuteten die Talfahrt des Euro ein. Die vom Institut Markit erhobenen Einkaufsmanagerindizes gingen insbesondere in Deutschland deutlich zurück. Der Indikator für die gesamte Eurozone fiel auf ein Zweijahrestief. Damit setzt sich der zum Jahresstart begonnene Sinkflug nach einer kurzen Phase der Stabilisierung fort. Die Markit-Indizes weisen einen recht hohen Gleichlauf mit der tatsächlichen Wirtschaftsleistung auf.

Kursverluste musste auch die schwedische Krone hinnehmen. Zwar erneuerte die Reichsbank ihr Signal, wonach der Leitzins im Dezember oder Februar leicht steigen dürfte. Möglicherweise hatten aber einige Marktteilnehmer darauf gesetzt, dass die erste Zinsanhebung seit etwa sieben Jahren konkret für Dezember signalisiert wird. Ihren Leitzins beliess die Reichsbank auf dem Rekordtief von minus 0,5 Prozent.

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(AWP)