Devisen: Euro fällt zum US-Dollar nach Draghi-Aussagen

Die Aussicht auf eine Fortsetzung der extrem lockeren Geldpolitik der Europäische Zentralbank (EZB) hat den Kurs des Euro am Donnerstag belastet. Die Gemeinschaftswährung fiel am Morgen auf ein Tagestief von 1,0629 USD. Zuvor hatte EZB-Präsident Mario Draghi deutlich gemacht, dass er noch keinen Anlass für eine Änderung des Ausblicks auf die künftigen Massnahmen der Notenbank (Forward Guidance) sieht.
06.04.2017 10:20

Obwohl die wirtschaftliche Erholung in der Eurozone zunehmend auf eigenen Beinen stehe, sei es "zu früh Erfolg auszurufen", sagte Draghi am Donnerstag bei einer Konferenz in Frankfurt. Die Wirtschaft habe sich in den vergangenen Jahren massgeblich dank der Massnahmen der EZB erholt.

Im Vormittagshandel erholte sich der Euro aber wieder etwas und kostete zuletzt 1,0648 USD. Zum Franken hielt sich der Euro allerdings stabil. Die Gemeinschaftswährung kostet am Donnerstagvormittag 1,0705 CHF. Der US-Dollar konnte zum Franken leicht zulegen und geht am Vormittag bei 1,0055 CHF um.

Die zuletzt anziehende Inflation halten die europäischen Währungshüter noch nicht für nachhaltig. Sie streben mittelfristig ein stabiles Preisniveau bei einer Rate von knapp zwei Prozent an. Die Inflationsdynamik sei "weiterhin abhängig von der Fortsetzung unserer aktuellen Geldpolitik", bekräftigte Draghi.

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(AWP)