Devisen: Euro fällt gegen Dollar und Franken deutlich zurück

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Donnerstag anfängliche Gewinne nicht halten können. Gegen Mittag fiel die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1349 US-Dollar, nachdem sie am Morgen mit 1,1416 US-Dollar auf den höchsten Stand seit Mitte Mai gestiegen war. Auch gegen den Franken verlor der Euro weiter an Boden und kostete am Mittag noch 1,0911 nach 1,0925 CHF im frühen Handel. Der Dollar stieg indes auf 0,9614 nach zuvor 0,9587 CHF. Ein möglicher Brexit sorge bereits für eine gewisse Flucht in sichere Häfen, hiess es am Markt. Derweil ist die Schweizer Arbeitslosenquote in etwa wie erwartet im Mai auf 3,3% gesunken.
09.06.2016 13:01

Unter den weltweit wichtigsten Währungen legten zum US-Dollar nur der neuseeländische Dollar und der japanische Yen zu. In Neuseeland hielt die Notenbank ihren Leitzins zwar erwartungsgemäss konstant. Allerdings erhöhte sie ihre Wachstums- und Inflationsprognosen. Zudem lenkte sie angesichts hoher Preissteigerungen den Blick auf Gefahren am Immobilienmarkt. Als Folge stieg der Neuseeland-Dollar zur US-Währung auf den höchsten Stand seit einem Jahr.

Impulse durch Konjunkturdaten blieben im Vormittagshandel dagegen weitgehend aus. Zahlen vom deutschen Aussenhandel fielen unspektakulär aus. In den USA werden am Nachmittag die wöchentlichen Regierungszahlen vom Arbeitsmarkt erwartet. Sie geben einen Hinweis auf die kurzfristige Entwicklung am Jobmarkt, der zuletzt stark enttäuscht hatte. Dies hatte die Zinserwartungen an die US-Notenbank erheblich verringert.

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(AWP)