Devisen: Euro fällt in Richtung 1,10 Dollar - Zum Franken bei knapp 1,09 CHF

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Freitag seine Vortagesgewinne fast vollständig abgegeben. Gegen Mittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1021 US-Dollar und damit knapp einen halben Cent weniger als im asiatischen Handel.
14.10.2016 12:49

Zum Franken machte der Euro am Morgen keine grossen Sprünge. Er stieg leicht an und steht am Mittag mit 1,0897 CHF knapp unter der Marke von 1,09. Die Experten von Morgan Stanley halten einen weiteren Anstieg des EUR/CHF-Kurses für möglich. Die SNB sei allerdings bereit, gegebenenfalls zu intervenieren und die Kurse im Rahmen von 1,0750 bis 1,11 zu halten. Der US-Dollar konnte gegenüber dem Franken ebenfalls zulegen und geht am Mittag für 0,9888 CHF um. Die wichtige Marke für das USD/CHF-Paar liege bei 0,9910 CHF, schreiben die Devisenexperten der ZKB. Dies würde Bewegungen in Richtung von 0,9950 CHF freimachen.

Preisdaten aus China sorgten für eine allgemein bessere Stimmung an den Finanzmärkten. Am Devisenmarkt profitierte davon der australische Dollar. China ist einer der wichtigsten Handelspartner Australiens. Neue Inflationszahlen von der Verbraucher- und Produzentenebene fielen höher als erwartet aus und dämpften neuerlich aufgekommene Wachstumssorgen um China etwas. Der japanische Yen geriet dadurch unter Druck, weil er als sicherer Anlagehafen weniger gefragt war.

Am Nachmittag und Abend richtet sich die Aufmerksamkeit auf die USA. Dort werden zum einen mehrere Konjunkturdaten veröffentlicht, darunter Zahlen aus dem Einzelhandel und zur Verbraucherstimmung. Zum anderen wird sich gegen Abend die Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, zu Wort melden. Möglicherweise gibt sie etwas konkretere Hinweise auf den kurzfristigen Kurs. Zurzeit ist nicht sicher, ob die Notenbank ihre Ende 2015 begonnene und seither ruhende Zinswende in diesem Jahr fortsetzen wird.

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(AWP)