Devisen: Euro fällt unter 1,12 Dollar

FRANKFURT (awp international) - Der Euro ist am Mittwoch nach starken US-Konjunkturdaten unter Druck geraten. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1199 US-Dollar und damit knapp einen halben Cent weniger als am Morgen.
05.10.2016 17:11

Auch im Vergleich zum Schweizer Franken hat der Euro etwas an Schwung eingebüsst und notiert zumn Berichtszeitpunkt mit 1,0943 deutlich unter dem Tageshoch. Auch der US-Dollar ist mit 0,9771 Franken wieder unter die am Vorabend eroberte Marke von 98 Rappen gefallen.

Nach einem überwiegend impulslosen Handel bekam der amerikanische Dollar am Nachmittag Rückenwind. Auslöser waren robuste Wirtschaftszahlen: Die Stimmung unter US-Dienstleistern stieg im September auf den höchsten Stand seit elf Monaten. Die Erwartungen von Analysten wurden klar übertroffen.

Bereits am Dienstag hatte der US-Dollar zugelegt. Ausgangspunkt waren Äusserungen ranghoher Notenbanker aus den USA, die an den Märkten in Richtung bald steigender Leitzinsen gedeutet wurden. Derzeit ist unklar, wann die US-Notenbank Fed ihre Ende 2015 begonnene und seither pausierende Zinswende fortsetzen wird. Viele Beobachter haben dafür das Jahresende in den Blick genommen. Sie verweisen jedoch auch auf den ungewissen Ausgang der US-Präsidentschaftswahl und den unter Analysten als wirtschaftlicher Risikofaktor geltenden Kandidaten Donald Trump.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88155 (0,87540) britische Pfund, 115,65 (114,50) japanische Yen und 1,0959 (1,0949) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1269,40 (1283,30) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 35 860,00 (37 080,00) Euro.

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(AWP)