Devisen: Euro fällt unter 1,12 Dollar - Zum Franken etwas erholt

FRANKFURT (awp international) - Der Euro ist am Freitag von neuerlichen Sorgen um die Deutsche Bank belastet worden. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1175 US-Dollar und damit einen halben Cent weniger als am Morgen.
30.09.2016 12:52

Zum Franken konnte der Euro dagegen zulegen. Er stieg im Verlauf des Morgen um etwas weniger als einen halben Rappen und geht am Mittag bei 1,0877 CHF um. Laut den Devisenexperten der ZKB würde aber erst ein Überschreiten der Marke von 1,0920 den momentan Abwärtsdruck lindern. Der Dollar zeigte sich gegenüber dem Franken leicht im Minus. Er kostet am Freitag-Mittag 0,9734 CHF. Damit der momentane Abwärtstrend abgeschwächt und eine Seitwärtsbewegung erfolgen könne, müsse der USD/CHF-Kurs über 0,9710 CHF steigen, so das Fazit der Experten.

Händler begründeten die Kursverluste des Euro vor allem mit der schlechten Stimmung an den europäischen Börsen. Unter Druck standen vor allem Finanzwerte. Auslöser war ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach einige Hedgefonds einen Teil ihrer Gelder bei der Deutschen Bank abgezogen haben. Dies löste neue Sorgen um Deutschlands grösste Bank aus. Ihr Aktienkurs fiel erstmals unter 10 Euro.

Im Nachmittagshandel steht eine Reihe amerikanischer Konjunkturdaten an. Veröffentlicht werden Zahlen zum Konsum und den Lebenshaltungskosten sowie Stimmungsindikatoren aus der Industrie und zum privaten Verbrauch.

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(AWP)