Devisen: Euro gegenüber Dollar und Franken marginal schwächer

Der Kurs des Euro steht am Dienstagmittag gegenüber dem Dollar und dem Schweizer Franken marginal tiefer. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Mittag bei 1,0631 USD gehandelt. Am Morgen hatte der Euro noch 1,0641 Dollar gekostet.
14.03.2017 13:09

Das Währungspaar EUR/CHF schwächte sich derweil ebenfalls ab, leicht auf 1,0725 nach 1,0733 am Dienstagmorgen. Aufgrund der aktuell vorherrschenden politischen Unsicherheit in der EU sowie der am Donnerstag stattfindenden Pressekonferenz der Fed rechnet etwa die ZKB damit, dass diese Euro-Abschwächung weiter geht. Der US-Dollar kostet derweil unverändert 1,0088 CHF.

Enttäuschend ausgefallene Konjunkturdaten lasteten auf dem Euro. So ist die Industrieproduktion in der Eurozone im Januar schwächer gestiegen als erwartet. Die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) legten im März zwar zu, blieben jedoch hinter den Erwartungen zurück. "Die geringe Aufwärtsbewegung zeigt die derzeitige Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Konjunktur an", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach.

Unter Druck geriet das britische Pfund. Zum US-Dollar fiel die Währung auf den tiefsten Stand seit Mitte Januar. Marktbeobachter erklärten den Kursverlust damit, dass der Austritt Grossbritanniens aus der Europäischen Union (EU) mit der Zustimmung des britischen Parlaments näher rückt. Vor allem aber hätten Pläne der schottischen Regionalregierung für ein neues Unabhängigkeitsreferendum belastet.

Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank zeigte sich überrascht, dass die Kursverluste beim britischen Pfund nicht stärker ausfallen. Es sei noch lange nicht ausgemacht, ob das britische Parlament den Schotten ein Votum über ihre Unabhängigkeit gestatten werde. Allerdings könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Schotten letztendlich nicht doch unabhängig werden. "Wie hoch das Leistungsbilanzdefizit des Rest-Königreichs dann ausfallen würde, mag ich mir gar nicht vorstellen", schreibt Leuchtmann.

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(AWP)