Devisen: Euro gegenüber US-Dollar und Franken wenig bewegt

Der Kurs des Euro hat sich am Dienstag im frühen Handel kaum bewegt. Am Morgen wird die Gemeinschaftswährung bei 1,0690 US-Dollar gehandelt und damit geringfügig unter dem Niveau in der Nacht.
31.01.2017 08:37

Zum Franken steht der Euro bei aktuell 1,0646 CHF ebenfalls nahezu unverändert. Das EUR/CHF-Währungspaar sei am Vortag endgültig unter die Marke von 1,0680 gerutscht, heisst es in einem Kommentar der Commerzbank. Diese Marke habe seit Mitte November eine gute Unterstützung geboten. Zuletzt hätten vor allem Exportdaten für einen auf breiter Front schwächeren Euro gesorgt, heisst es weiter. Dass sich dieser tatsächlich im EUR/CHF-Paar widerspiegelt, könne als Anzeichen gewertet werden, dass die SNB zunehmend eine Aufwertung des CHF akzeptiere - ein gefährliches Spiel laut Commerzbank, da Marktteilnehmer darauf spekulieren könnten, dass die SNB auch eine weitere Aufwertung des Franken zulassen könnte.

Aktuelle Daten gibt es diesem Morgen derweil aus Frankreich. Dor ist die Wirtschaft im vierten Quartal wieder etwas stärker gewachsen als zuletzt. Dies war jedoch von Experten erwartet worden und gab dem Euro keine klaren Impulse. Im weiteren Tagesverlauf werden noch die Wachstumszahlen aus Spanien und der gesamten Eurozone sowie Daten zur Arbeitslosigkeit in Deutschland veröffentlicht.

Zudem könnten noch Inflationszahlen aus Frankreich, Spanien und der gesamten Eurozone für neue Impulse am Devisenmarkt sorgen. Ralf Umlauf, Experte bei der Landesbank Helaba, rechnet mit einer ähnlichen Entwicklung wie in Deutschland. "Während es im Monatsvergleich zu einem Rückgang gekommen sein dürfte, führt der Basiseffekt bei Energiepreisen zu einem erneuten Anstieg der Jahresraten."

Die Kernrate dürfte jedoch demnach weiter schwach bleiben. Erwartungen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) bald über einen Ausstieg aus ihrem umfangreichen QE-Programm diskutieren könnte, dürften daher nicht bestärkt werden, so Umlauf.

Am Nachmittag stehen noch eine Reihe von Konjunkturdaten aus den USA an, unter anderem zum Häusermarkt und zum Verbrauchervertrauen.

Der japanische Yen reagierte am Morgen kaum auf eine Zinsentscheidung von Japans Notenbank. Diese hält an ihrem lockeren geldpolitischen Kurs unverändert fest und hat ihre Wachstumsprognose für das kommende Fiskaljahr von real 1,3 auf 1,5 Prozent angehoben.

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(AWP)