Devisen: Euro gerät nach US-Zinssenkung etwas unter Druck

Der Euro hat am Mittwoch etwas negativ auf die erwartungsgemässe Zinssenkung der US-Notenbank Fed reagiert. Zuletzt wurden für die Gemeinschaftswährung im New Yorker Handel 1,1019 US-Dollar bezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs davor auf 1,1053 (Dienstag: 1,1026) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9047 (0,9070) Euro gekostet.
18.09.2019 21:47

Zum Franken sank die Gemeinschaftswährung vorübergehend unter die Marke von 1,10 Franken. Danach zog der Euro wieder an und wurde zu 1,1006 Franken gehandelt, was etwas weniger war als am Nachmittag (1,1010 Franken). Der Dollar verteuerte sich auf 0,9974 Franken von zuvor 0,9956 Franken. Damit hat der "Greenback" im Verlauf des Mittwochs kontinuierlich an Wert gewonnen.

Die Fed hatte den Leitzins wie von den meisten Experten erwartet um 0,25 Prozentpunkte reduziert. Zuletzt hatte sie Ende Juli die Zinsen gesenkt - erstmals seit mehr als zehn Jahren.

Ausserdem stellte Fed-Präsident Jerome Powell am Mittwoch im Falle einer Konjunkturschwäche weitere Zinssenkungen in Aussicht. Allerdings sind die Währungshüter in dieser Frage gespalten.

Für die konjunkturelle Entwicklung bleibt die Notenbank trotz des Handelskonflikts mit China und zunehmender geopolitischer Risiken recht positiv gestimmt. Laut Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank zeigen die Aussagen, dass "die Fed nicht gewillt ist, in einen aggressiven Zinssenkungszyklus einzusteigen".

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(AWP)

 
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