Devisen: Euro gibt etwas nach

Der Euro hat am Dienstag etwas nachgegeben, nachdem er am Vortag erneut einen zweieinhalbjährigen Höchststand markiert hatte. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1815 US-Dollar. Am Montag war ein Euro bis zu 1,1846 Dollar wert gewesen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1727 Dollar festgesetzt.
01.08.2017 12:43

Händler berichteten am Dienstag von einem ruhigen Marktgeschehen. Zuletzt hatte der US-Dollar wegen des anhaltenden Polit-Chaos in Washington erheblich unter Druck gestanden. Am Montag hatte der erst seit wenigen Tagen amtierende Kommunikationschef des Weissen Hauses, Anthony Scaramucci, seinen Posten wieder räumen müssen. Scaramucci war vor allem durch aggressive und explizite Äusserungen gegenüber ranghohen Kollegen aufgefallen. Es ist bereits die dritte Spitzenpersonalie in Washington innerhalb weniger Tage.

Neue Konjunkturdaten aus dem Euroraum fielen am Dienstag durchwachsen aus. Zwar setzte sich das solide Wachstum im zweiten Quartal fort. Allerdings wurden Wachstumsdaten für das erste Quartal leicht nach unten korrigiert. Zudem trübte sich die Industriestimmung laut den Markit-Einkaufsmanagerindizes ein.

Am Nachmittag stehen wichtige US-Wirtschaftszahlen auf dem Programm. Zum einen wird das von der amerikanischen Notenbank stark beachtete Inflationsmass PCE veröffentlicht. Es wird erwartet, dass sich an dem verhaltenen Preisauftrieb wenig ändert. Daneben steht mit dem ISM-Indikator das vielleicht wichtigste Stimmungsbarometer für die Wirtschaft der USA an./bgf/jkr/stb

(AWP)