Devisen: Euro gibt etwas nach - Dollar vor Fed gefragt, Pfund unter Druck

Der Kurs des Euro ist am Dienstag gefallen. In New York wurde er zuletzt bei 1,0607 US-Dollar gehandelt. In der Spitze hatte die europäische Gemeinschaftswährung im frühen Handel noch 1,0663 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs dann auf 1,0631 (Montag: 1,0663) Dollar fest.
14.03.2017 20:15

Zum Franken präsentiert sich der Euro bei einem Stand von aktuell 1,0715 CHF ebenfalls etwas schwächer. Am Morgen hatte er bei 1,0746 CHF sein bisheriges Tageshoch erreicht. Der US-Dollar steht aktuell etwas höher bei 1,0102 CHF.

Während der US-Dollar vor dem am Mittwoch erwarteten Zinsentscheid der Fed gefragt war, lasteten enttäuschend ausgefallene Konjunkturdaten auf dem Euro. Die Industrieproduktion in der Eurozone war im Januar schwächer gestiegen als erwartet, und ausserdem blieben die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten im März hinter den Erwartungen zurück. "Die geringe Aufwärtsbewegung zeigt die derzeitige Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Konjunktur an", kommentierte der Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Achim Wambach, den entsprechenden Index.

Im Fokus der Devisenmärkte stand nach der Verabschiedung des Brexit-Gesetzes im britischen Parlament ausserdem das Pfund. Zum Dollar fiel die britische Währung auf den tiefsten Stand seit Mitte Januar. Marktbeobachter erklärten den Kursverlust damit, dass der Austritt Grossbritanniens aus der Europäischen Union (EU) näher rückt. Premierministerin Theresa May will noch vor Ende März den Startschuss für die Verhandlungen geben. Vor allem aber hätten Pläne der schottischen Regionalregierung für ein neues Unabhängigkeitsreferendum auf dem Pfund gelastet.

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(AWP)