Devisen: Euro gibt geringfügig nach

Der Euro hat am Dienstag in einem überwiegend ruhigen Handel leicht nachgegeben. In New York wurden zuletzt 1,1042 US-Dollar für die Gemeinschaftswährung gezahlt, was einen Tick weniger war als zur gleichen Zeit am Vortag.
10.09.2019 21:12

Zum Franken notiert der Euro mit 1,0947 Franken in etwa auf dem Niveau des Vortages. Ein Dollar hält sich mit 0,9916 Franken gut oberhalb der Marke von 0,99 Franken.

Etwas belastet wurde der Euro durch Äusserungen von Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Zum Auftakt der Haushaltsdebatte kündigte Scholz im Bundestag an, im kommenden Jahr ohne neue Schulden auskommen zu wollen. Demgegenüber hatte es an den Finanzmärkten zuletzt Spekulationen gegeben, der Bund könnte zur Belebung der sich abschwächenden Konjunktur das günstige Zinsumfeld nutzen, neue Schulden aufnehmen und zur Konjunkturstützung verwenden.

Dieser Aufgabe widmet sich stattdessen einmal mehr die Geldpolitik. Von der EZB wird an diesem Donnerstag eine abermalige Lockerung ihrer bereits sehr grosszügigen Geldpolitik erwartet. Allerdings ist alles andere als klar, welche konkreten Massnahmen die Notenbank ergreifen wird. Am wahrscheinlichsten gilt eine Reduzierung des Einlagensatzes bei gleichzeitiger Entlastung der Geschäftsbanken durch einen Staffelzins.

Ob aber eine neue Runde Wertpapierkäufe eingeläutet wird, ist ungewiss. Zuletzt hat sich im geldpolitischen Rat der EZB einiger Widerstand formiert. Die Nachrichtenagentur MNI berichtete zudem, es sei denkbar, dass die EZB neue Anleihekäufe erst im späteren Jahresverlauf unter der Bedingung aufnehme, dass sich die Konjunktur weiter eintrübe.

bgf/tih/zb/mk

(AWP)

 

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