Devisen: Euro gibt Gewinne wieder ab - zu Dollar und Franken tiefer

Der Euro hat am Freitag im US-Handelsverlauf seine zuvor aufgebauten Gewinne wieder abgegeben. Nach der Veröffentlichung wichtiger amerikanischer Konjunkturdaten war die Gemeinschaftswährung zunächst bis auf 1,1875 US-Dollar geklettert. Zuletzt kostete ein Euro noch 1,1820 Dollar.
13.10.2017 21:28

Auch gegenüber dem Schweizer Franken gab der Euro am Abend etwas nach. Aktuell geht die Gemeinschaftswährung bei 1,1513 CHF nach 1,1536 am Nachmittag um. Auch der US-Dollar sank im Verlauf des Abends zum Franken etwas und ging auf 0,9740 von 0,9747 CHF zurück.

Den entscheidenden Impuls für den Handel am Devisenmarkt hatten neue Inflationsdaten aus den USA geliefert. Während der Euro vor der Veröffentlichung der Konjunkturzahlen noch knapp über die Marke von 1,18 Dollar notiert hatte, war der Kurs in wenigen Minuten um mehr als einen halben Cent nach oben gesprungen. In den USA war die Inflation im September wegen der Folgen des Hurrikans "Harvey" zwar gestiegen, aber nicht so stark wie erwartet.

Ein vergleichsweise kräftiger Anstieg der Benzinpreise hatte die US-Inflation im September auf 2,2 Prozent getrieben. Die Kernrate der Verbraucherpreise, bei der Preise für Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, lag aber nur bei 1,7 Prozent. In den USA sind die Währungshüter der Notenbank Fed zunehmend besorgt über die vergleichsweise schwache Preisentwicklung. Die aktuellen Daten liefern daher "keinen Rückenwind für Zinserhöhungen", kommentierte Experte Stefan Kipar von der BayernLB. Die Aussicht auf nur zögerliche Zinserhöhungen belasteten den Dollarkurs und verliehen dem Euro im Gegenzug Auftrieb.

/he

(AWP)