Devisen: Euro gibt Gewinne zum Dollar ab - britisches Pfund legt zu

Der Euro hat am Mittwoch im Tagesverlauf zwischenzeitliche Gewinne wieder abgegeben. Am frühen Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1845 US-Dollar und damit ungefähr so viel wie am Vorabend. Das Tageshoch war bei 1,1884 US-Dollar markiert worden.
29.11.2017 13:38

Zum Schweizer Franken zeigt sich der Euro derweil wenig bewegt und kostet derzeit mit 1,1670 CHF in etwa gleich viel wie am Morgen. Der US-Dollar geht entsprechend etwas fester mit 0,9853 CHF um.

Gemäss einer monatlich von der Credit Suisse bei Finanzanalysten durchgeführten Umfrage rechnet ein Drittel der Befragten mit einer weiteren Abschwächung des Frankens gegenüber dem Euro. Gerade mal 22% der Finanzanalysten sehen eine Aufwertung der helvetischen Devise. Auch zum Dollar erwarten die Befragten eine weitere Abwertung. 41% rechnen nicht mit einer Abschwächung und gleich viele Befragte erwarten keine Veränderung des Wechselkurspaares.

Robuste Konjunkturdaten aus dem Euroraum konnten der Gemeinschaftswährung heute keinen Auftrieb geben. Die Wirtschaftsstimmung im Währungsgebiet hat sich im November abermals von hohem Niveau aus verbessert und ist auf einen neuen Höchststand seit Oktober 2000 gestiegen. Ökonomen hatten mit der aktuellen Entwicklung gerechnet.

Spürbaren Auftrieb erhielt unterdessen das britische Pfund. Am Markt wurde auf Medienberichte verwiesen, wonach sich Grossbritannien und die EU in einem wichtigen Streitpunkt des Brexit grundsätzlich geeinigt hätten. Es geht um die Austrittsrechnung des Königreichs und einen hohen zweistelligen Milliarden-Betrag. EU-Chefunterhändler Michel Barnier bestritt, dass es bereits eine Einigung mit Grossbritannien gebe. Der SPD-Europaabgeordnete Jens Geier bestätigte aber, dass ein britisches Angebot vorliege. Weitere Streitpunkte bleiben unterdessen die Rechte von in Grossbritannien lebenden EU-Bürgern und die künftige EU-Grenze zwischen Irland und Nordirland.

Im weiteren Tagesverlauf stehen noch Daten zum US-Wirtschaftswachstum zur Veröffentlichung an. Zudem wird US-Notenbankchefin Janet Yellen ihren regelmässigen Auftritt vor dem US-Kongress absolvieren.

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(AWP)