Devisen: Euro gibt Gewinne zum Dollar ab - Hält sich zum Franken

Der Euro hat am Mittwoch zwischenzeitliche Gewinne gegenüber dem US-Dollar nicht halten können. Gegen Mittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1538 US-Dollar, nachdem sie zuvor bis auf fast 1,16 Dollar gestiegen war.
03.10.2018 14:35

Zum Franken kann der Euro seinen Anstieg bei einem Stand von 1,1410 dagegen halten. Der US-Dollar zieht auch zum Franken weiter an und nimmt mit aktuell 0,9889 Franken die 0,99er Marke wieder ins Visier.

Der Euro profitierte zunächst von Medienberichten, wonach Italiens Regierung im Streit mit der EU um die Haushaltsplanung des Landes zu einem gewissen Grad einlenken könnte. Am Vormittag wurden die Berichte durch Regierungsmitglieder bestätigt, der Euro konnte seine Gewinne dennoch nicht halten. Geplant ist offenbar, die Neuverschuldung in den Jahren 2020 und 2021 etwas weniger stark steigen zu lassen als bisher angepeilt.

Dass die Regierung versuche, die EU-Partner zu beruhigen, könne als Schritt in die richtige Richtung gesehen werden und rechtfertige somit etwas Auftrieb beim Euro, sagte Thu Lan Nguyen, Expertin bei der Commerzbank. Der Teufel liege aber im Detail. Fraglich sei, ob die Ziele angesichts der Pläne der Regierung überhaupt zu erreichen seien.

Unter Druck stand unterdessen die türkische Lira. Zum US-Dollar verlor sie im Mittagshandel mehr als ein Prozent an Wert. Auslöser waren neue Inflationszahlen. Demnach ist die Teuerung im September auf 24,5 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 15 Jahren gestiegen. Sie liegt damit über dem Leitzins von 24 Prozent. Die hohe Inflation dürfte die Notenbank unter Druck setzen, mit zusätzlichen Zinsanhebungen zu reagieren.

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(AWP)

 
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