Devisen: Euro gibt Gewinne zum USD zum Grossteil wieder ab - USD über 1,00 CHF

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Dienstag zwischenzeitliche Gewinne zum US-Dollar fast vollständig wieder abgegeben. Weitere Verluste nach der Talfahrt der vergangenen Handelstage gab es aber bis zum Nachmittag nicht. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0739 USD und damit geringfügig mehr als am Vorabend.
15.11.2016 16:59

Am Montag war der Euro angesichts des Höhenflugs des Dollar seit der Wahl des Republikaners Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten auf den tiefsten Stand seit Dezember 2015 gefallen. Händler begründeten die zwischenzeitliche Erholung beim Euro am Dienstag mit einer leichten Gegenbewegung. Positive US-Konjunkturdaten gaben dem Dollar aber zuletzt wieder etwas Auftrieb und lasteten dadurch auf dem Euro. Der amerikanische Einzelhandel entwickelte sich zuletzt besser als erwartet und der Empire-State-Index signalisiert überraschend eine zunehmende Geschäftstätigkeit der Industrie im Staat New York.

Auch aus der Eurozone gab es überwiegend positiven Konjunkturdaten. Die Wirtschaft im Euroraum ist im dritten Quartal moderat gewachsen. Die deutsche Wirtschaft verlor zwar angesichts rückläufiger Exporte etwas an Schwung. Andererseits haben sich aber die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten im November deutlich aufgehellt, wie aus dem aktuellen ZEW-Index hervorgeht.

Zum Schweizer Franken ist der US-Dollar im Laufe des Nachmittags auf deutlich über 1,00 CHF gestiegen, nachdem er diese Marke am Vortag zum ersten Mal seit März gerissen hatte. Zuletzt wurde ein Dollar zu 1,0004 CHF gehandelt, zwischenzeitlich war der Kurs bis auf 1,0023 CHF gestiegen.

Der Euro bewegte sich zum Franken per Saldo derweil kaum von der Stelle und notierte zuletzt bei 1,0743 CHF nach 1,0744 um die Mittagszeit.

Deutliche Bewegung am Devisenmarkt gab es beim britischen Pfund. Eine gesunkene Inflationsrate in Grossbritannien überraschte viele Experten, die wegen der Pfund-Schwäche mit einer anziehenden Teuerungsrate gerechnet hatten. Weil der Spielraum für die britische Notenbank für weitere geldpolitische Lockerungen nach den Daten grösser scheint, fiel das Pfund im Verhältnis zum US-Dollar fast bis auf das Niveau vor den US-Wahlen zurück. Das Pfund hatte zu den wenigen Währungen gehört, die nach der Wahl zum Dollar zugelegt hatten.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1226,95 (1213,60) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 35 980,00 (35 930,00) Euro.

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(AWP)