Devisen: Euro gibt leicht nach - Entspannung beim argentinischen Peso

Der Eurokurs ist am Freitag durch eine schwächere Inflationsrate in der Eurozone etwas belastet worden. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1647 US-Dollar. Am Morgen war sie noch bis auf fast 1,17 Dollar gestiegen.
31.08.2018 17:09

Auch zum Franken hielt der Abwärtstrend des Euro unvermindert an. Derzeit kostet der Euro noch 1,1257, nachdem er am Morgen noch zu 1,1285 gehandelt wurde und am Vorgag noch zu über 1,13 Franken. Der US-Dollar dagegen hat sich bei 0,9677 auf leicht höherem Niveau als am Morgen etwas stabilisiert.

In der Eurozone fiel die Inflationsrate im August von 2,1 Prozent im Vormonat auf 2,0 Prozent. Volkswirte hatten mit einer stabilen Rate gerechnet. Auch die Kerninflationsrate ging zurück. Bei der Kernrate werden die Preise für Energie, Nahrungs- und Genussmittel nicht berücksichtigt. Die Daten dürften die EZB in ihrer lockeren Geldpolitik bestätigen.

"Man muss nun kein Volkswirt sein, um zu prognostizieren, dass sich bei den Teuerungsraten ohne die volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise auf Sicht der kommenden Monate kaum etwas signifikant ändern wird", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. EZB-Präsident Mario Draghi fokussiere sich deshalb auf den etwas längeren Horizont. Da die Arbeitslosenquote in den vergangenen Jahren deutlich gefallen sei und sachter Lohnauftrieb zu vermelden sei, könnten tatsächlich in moderatem Umfang höhere Zuwachsraten bei der Kernteuerung zu verzeichnen sein. In diesem Fall wäre dann eine Zinserhöhung zum Jahresende 2019 möglich, so Gitzel.

Die Lage an den Finanzmärkten der Schwellenländer sorgt erneut für Verunsicherung am Devisenmarkt. Die Währungen Indiens und Indonesiens, die Rupie und die Rupiah, verloren gegenüber dem US-Dollar weiter an Wert. Etwas Beruhigung gab es allerdings bei der türkischen Lira und dem argentinischen Peso. Beide Währungen erholten sich ein wenig von ihrer jüngsten Talfahrt. Der Peso profitierte von der Zusicherung des Internationalen Währungsfonds (IWF), dass Argentinien die "volle Unterstützung" habe. Noch am Donnerstag hatte eine drastische Leitzinsanhebung dem Peso nicht geholfen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89740 (0,89758) britische Pfund, 129,05 (130,32) japanische Yen und 1,1281 (1,1339) Schweizer Franken fest.

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EUR/USD     1,1633    1,1663    1,1688    1,1684    1,1664 
USD/CHF     0,9677    0,9666    0,9657    0,9679    0,9694 
EUR/CHF     1,1257    1,1276    1,1285    1,1308    1,1306 
GBP/CHF     1,2572    1,2570    1,2577    1,2603    1,2609 
USD/JPY     110,88    110,79    110,72    110,99    111,05  

Der Preis für eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London auf 1202,45 (1197,30) Dollar festgesetzt./jsl/jkr/tos

(AWP)

 
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