Devisen: Euro gibt leicht nach zu Dollar und Franken

Der Euro ist am Donnerstag gegenüber dem US-Dollar leicht gesunken. Am frühen Nachmittag kostet die Gemeinschaftswährung mit 1,1579 Dollar allerdings nur noch knapp weniger als in der Nacht zum Donnerstag. Damit hat der Euro einen Grossteil der Verluste vom Morgen wieder wettgemacht.
23.08.2018 13:35

Gegenüber dem Schweizer Franken notiert der Euro mit 1,1380 etwas tiefer als am Vorabend, als der Kurs die Marke von 1,14 Franken vorübergehend überschritten hatte. Der Dollar/Franken-Kurs notiert mit 0,9830 kaum verändert zum Vorabend. Die US-Währung hat damit die Gewinne vom Morgen wieder abgegeben.

Der Dollar dürfte von der Aussicht auf weiter steigende Zinsen profitiert haben. Im Protokoll zur jüngsten Zinsentscheidung der US-Notenbank, veröffentlicht am Mittwochabend, war vermerkt, dass viele Ratsmitglieder eine "baldige" Zinserhöhung für notwendig erachten. An den Märkten gilt eine Zinserhöhung auf der kommenden Fed-Sitzung im September somit als ausgemacht.

Auf der anderen Seite wurde der Euro durch einen Bericht des deutschen "Handelsblatt" belastet. Demnach stehen die Chancen für Bundesbankpräsident Jens Weidmann schlecht, Nachfolger von EZB-Präsident Mario Draghi zu werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) präferiere einen Deutschen als künftigen Chef der EU-Kommission, berichtete das Blatt mit Bezug auf Regierungskreise. Bislang waren die meisten Beobachter von guten Chancen für Weidmann ausgegangen.

Unter erhöhtem Druck stand der australische Dollar. Ausschlaggebend sind erhebliche politische Grabenkämpfe, die sich an der Regierungsspitze abspielen. Premierminister Malcolm Turnbull muss gegen seinen Rivalen Peter Dutton um sein Amt kämpfen.

/jsl/jha/jl

(AWP)

 
Aktuell+/-%
EUR/USD1.1331-0.12%
EUR/USD1.1331-0.12%