Devisen: Euro gibt nach - Auch zum Franken wieder unter 1,17

Der Euro ist am Freitag weiter unter Druck geraten und auf den tiefsten Stand seit gut zwei Wochen gefallen. Im Tief kostete die Gemeinschaftswährung 1,1730 US-Dollar. Am späten Nachmittag waren es dann 1,1754 Dollar.
08.12.2017 17:04

Auch gegenüber dem Schweizer Franken schwächte sich der Euro am Freitag ab. Die Gemeinschaftswährung verlor im Tagesverlauf etwas weniger als einen halben Rappen und fiel wieder unter die Marke von 1,17 CHF. Am späten Nachmittag geht der Euro bei 1,1685 CHF um. Der US-Dollar sank zum Franken nach dem Mittag ebenfalls merklich ab, nachdem er am Morgen noch zugelegt hatte. Am Freitag-Nachmittag kostet der Dollar 1,1685 CHF.

Auslöser der Euro-Schwäche war zusätzlicher Auftrieb beim Dollar. Als Gründe nannten Händler die jüngsten Fortschritte in der Steuerreform. Die Chancen, dass sich der Kongress auf einen Entwurf einigen kann, scheinen zumindest besser zu stehen als noch vor wenigen Wochen. Ausserdem hat die US-Regierung einen teilweisen Stillstand der Regierungsgeschäfte aus Geldmangel vorerst abwenden können. Bis zum 22. Dezember muss aber eine längerfristige Lösung gefunden werden.

Ein Auf und Ab gab es vor dem Wochenende beim britischen Pfund. Zunächst profitierte das Pfund von einem wichtigen Brexit-Verhandlungserfolg und stieg im Verhältnis zum Euro auf den höchsten Wert seit fast sechs Monaten. Am Morgen hatten EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und die britische Premierministerin Theresa May mitgeteilt, in wichtigen Austrittsfragen eine Einigung erzielt zu haben. Das Pfund konnte die Gewinne aber nicht halten. Experten vom britischen Analysehaus Capital Economics erklärten, trotz der Einigung seien immer noch zahlreiche Hindernisse zu überwinden.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87525 (0,88068) GBP und 133,26 (132,88) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1250,65 (1255,00) Dollar gefixt.

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(AWP)