Devisen: Euro gibt nach zu Dollar und Franken

Der Euro hat am Mittwoch nach anfänglichen Gewinnen deutlich zum US-Dollar nachgegeben. Am Vormittag notiert die Gemeinschaftswährung 1,1552 US-Dollar und damit rund einen halben Cent weniger als am Morgen.
05.09.2018 10:10

Auch gegenüber dem Schweizer Franken gab der Euro leicht nach. Nach einem relativ stabilen Verlauf im frühen Handel steht der Kurs bei 1,1262 Franken am Vormittag und damit etwas tiefer als noch am Dienstag. Der Dollar notiert derweil im Tagesverlauf nach anfänglich leichten Verlust mit 0,9749 wieder etwas im Plus zum Franken.

Händler führten den Kursrückgang beim Euro auf eine breit angelegte Dollar-Stärke zurück. Der schwelende Handelsstreit zwischen den USA und China gibt dem Dollar als sicheren Hafen seit geraumer Zeit Auftrieb. In diesem Umfeld geriet auch der südafrikanische Rand am Mittwoch weiter unter Druck und erreichte den schwächsten Stand seit Juni 2016. Neben der allgemeinen Verunsicherung mit Blick auf Schwellenländer sind Anleger wegen jüngster Daten besorgt, denen zufolge Südafrika in eine Rezession gerutscht ist.

Im weiteren Tagesverlauf dürften sich Anleger unter anderem auf Konjunkturdaten konzentrieren. Im Euroraum stehen die stets beachteten Einkaufsmanagerindizes für die Dienstleister auf dem Programm. Zudem werden Umsatzzahlen für die Einzelhändler im Euroraum veröffentlicht. Sie geben einen Hinweis auf die Stärke des Privatkonsums. In den USA stehen Daten vom Aussenhandel zur Veröffentlichung an. Sie erlangen besondere Aufmerksamkeit wegen der Handelsstreitigkeiten.

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(AWP)