Devisen: Euro gibt weiter nach - Zum Franken stabil

Der Kurs des Euro ist am Donnerstag erneut etwas gesunken. Die Aussicht auf steigende Zinsen in den USA habe dem US-Dollar weiter Auftrieb gegeben und die Gemeinschaftswährung im Gegenzug belastet, hiess es von Marktbeobachter. Am Morgen wurde der Euro bei 1,0528 Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend.
02.03.2017 08:11

Zum Schweizer Franken zeigte sich der Euro über Nacht dagegen stabil. Die Gemeinschaftswährung kostet am Donnerstag-Morgen 1,0644 CHF. Der US-Dollar legte zum Franken leicht zu und kletterte über die Marke von 1,01 CHF. Am frühen Donnerstag-Morgen geht der Dollar bei 1,0111 CHF um.

Der Chor führender US-Notenbanker, die sich für eine schnelle Zinserhöhung im März aussprechen, wird immer lauter. In der Nacht zum Donnerstag hat auch das Direktoriumsmitglied Lael Brainard Hinweise für eine erneute Anhebung des Leitzinses bei der nächsten Zinssitzung Mitte des Monats geliefert. Kurz zuvor hatte sich bereits der US-Notenbanker Robert Kaplan für eine baldige Leitzinsanhebung ausgesprochen. Bereits in der Nacht zum Dienstag hatte es ähnliche Äusserungen von anderen US-Währungshütern gegeben.

Nach den jüngsten Äusserungen aus den Reihen der US-Notenbank schätzt der Devisenmarkt eine schnelle Zinserhöhung noch im März "als immer wahrscheinlicher" ein, kommentierte Expertin Esther Reichelt von der Commerzbank. Die vergleichsweise leichten Kursverluste des Euro erklärte sie mit der anhaltenden Unsicherheit der Anleger mit Blick auf die Politik der US-Regierung unter Präsident Donald Trump.

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(AWP)