Devisen: Euro gibt zu Dollar nach - etwas höher zum Franken

Der Euro ist am Donnerstag bis am frühen Nachmittag gegenüber dem US-Dollar gesunken. Gegenüber dem Schweizer Franken konnte Gemeinschaftswährung dagegen leicht zulegen. Am frühen Nachmittag notiert der Euro damit auf 1,1702 Dollar, nachdem der Kurs zwischenzeitlich gar unter 1,17 gefallen ist.
27.09.2018 14:01

Zum Franken notiert der Euro nach Verlusten im frühen Handel mit 1,1364 wieder etwas höher als am Vorabend. Der Dollar/Franken-Kurs kletterte derweil wieder über die Marke von 0,97 und liegt mit 0,9711 deutlich im Plus gegenüber dem Dienstagabend.

Händler verwiesen auf neue Querelen um die Planungen für den italienischen Staatshaushalt 2019, die den Euro gegenüber dem Dollar schwächen. Medienberichten zufolge streben die Regierungsparteien Lega und Fünf Sterne hohe Ausgaben an. Laut der Tageszeitung "Corriere della Sera" hat man sich auf ein Defizit von 2,4 Prozent geeinigt - und damit auf ein höheres Minus als es Finanzminister Giovanni Tria laut Berichten für hinnehmbar hält. Zuletzt hiess es, Tria wolle in jedem Fall unter zwei Prozent bleiben. Der Haushalt soll am heutigen Donnerstag beraten werden.

In diesem Umfeld konnte ein überraschend gestiegenes italienisches Verbraucher- und Unternehmensvertrauen nicht für Entspannung beim Euro sorgen.

Die achte Leitzinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve seit Beginn der Zinswende Ende 2015 konnte am Vorabend für keine klare Richtung am Devisenmarkt sorgen. US-Präsident Donald Trump kritisierte die abermalige Zinserhöhung. Die Fed signalisierte aber, ihren Kurs moderater Zinsanhebungen auch im kommenden Jahr beizubehalten.

Im weiteren Tagesverlauf könnten noch eine Reihe von Konjunkturdaten aus den USA für Impulse am Devisenmarkt sorgen. Ausserdem werden in Deutschland aktuelle Zahlen zu den Verbraucherpreisen veröffentlicht.

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(AWP)