Devisen: Euro gibt zu Dollar nach - 'Obamacare'-Abstimmung verschoben

Der Euro hat am Freitag im frühen Handel zum US-Dollar nach der Verschiebung einer wichtigen Abstimmung zur US-Gesundheitspolitik leicht nachgegeben. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,0764 nach 1,0785 USD am Vorabend. Zum Schweizer Franken zeigt sich der Euro derweil stabil und notiert mit 1,0713 CHF in etwa auf dem Niveau vom Vorabend. Der Dollar zum Franken geht derweil entsprechend leicht höher um für 0,9954 nach 0,9929 CHF.
24.03.2017 08:18

Eine leichte Erholung des Dollar auf breiter Front lastete auf dem Euro. Die Anleger reagierten zunächst gelassen auf die am Vorabend bekanntgegebene Verschiebung der Abstimmung im US-Repräsentantenhaus über die gesundheitspolitischen Pläne der neuen Regierung unter Donald Trump. Die Abstimmung wurde von Donnerstag auf Freitag verschoben. Zuvor hatte sich abgezeichnet, dass zu viele Abweichler unter den Republikanern gegen das Vorhaben stimmen würden, das die Gesundheitsreform von Trumps Vorgänger Barack Obama ("Obamacare") revidieren würde.

An den Finanzmärkten gilt die Abstimmung als Lackmustest für den Reformspielraum der neuen Regierung. Sollte die Regierung schon bei der Rücknahme von Obamacare keine Mehrheit erhalten, drohten andere Initiativen erst recht zu scheitern, so das Argument. Für die Finanzmärkte spielen vor allem die von Trump versprochenen Steuersenkungen und Ausgabensteigerungen eine grosse Rolle.

Gestützt wurde der Dollar unterdessen durch Aussagen des US-Notenbankers John Williams. Er könne sich für dieses Jahr drei oder sogar mehr Zinsanhebungen vorstellen, zitierte das "Wall Street Journal" den Chef der regionalen Notenbank von San Francisco in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. Zudem solle die Verringerung der billionenschweren Notenbankbilanz - eine Folge der jahrelangen Geldschwemme - ab Jahresende angegangen werden.

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(AWP)