Devisen: Euro gibt zu Dollar und Franken leicht nach

Der Euro hat am Mittwoch wie viele andere Währungen zum US-Dollar unter Druck gestanden. Am Mittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,0993 Dollar und damit etwas weniger als im asiatischen Handel.
25.09.2019 13:30

Auch zum Franken ist der Euro mit 1,0843 nochmals tiefer als am Morgen. Der US-Dollar kostet mit 0,9862 Franken etwas mehr als in seinem bisherigen Tagestief, steht aber dennoch knapp unter seinem Niveau aus dem frühen Handel.

Am Markt wird von einer allgemeinen Dollar-Stärke gesprochen. Sie wird mit einer erhöhten Verunsicherung der Anleger erklärt. Der Dollar als faktische Weltreservewährung steht deshalb hoch im Kurs. Sorgenfalten löst vor allem das Bestreben der Demokraten aus, US-Präsident Donald Trump einem Amtsenthebungsverfahren zu unterwerfen. Hintergrund ist die Anschuldigung, dass Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Untersuchungen gedrängt haben soll, die gegen den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden verwendet werden könnten.

Obwohl die Politaffäre in erster Linie die USA betrifft, legt der Dollar zu. Dies liegt nicht zuletzt an dem riesigen Anleihemarkt der Vereinigten Staaten und dem hohen Ansehen, den US-Anleihen unter Anlegern geniessen. Von turbulenten Entwicklungen kann daher oft der Dollar profitieren, weil Anleger Sicherheit suchen - und in amerikanischen Anleihen fündig werden.

Eine Gegenbewegung zeigt sich beim britischen Pfund, das seine Vortagesgewinne nahezu vollständig abgegeben hat. Die britischen Abgeordneten werden im Tagesverlauf aus ihrer Zwangspause ins Parlament zurückkehren. Das oberste britische Gericht hatte in einem historischen Urteil am Dienstag die von Premier Boris Johnson auferlegte Suspendierung des Unterhauses mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

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(AWP)