Devisen: Euro gibt zu Dollar weiter nach - EUR/CHF stabil

Der Euro hat am Montag an die Kursverluste zum US-Dollar vom Freitag angeknüpft. Gegen Mittag fiel die Gemeinschaftswährung auf ein Tagestief bei 1,1735 USD, nachdem sie am Morgen noch bei 1,1777 USD gehandelt wurde. Am frühen Nachmittag notiert der Euro allerdings mit 1,1746 USD wieder etwas höher.
23.10.2017 13:37

Zum Schweizer Franken notiert der Euro nach anfänglichen Kursverlusten am frühen Nachmittag bei 1,1599 CHF und damit etwa wieder auf dem Niveau vom Vortag. Der Dollar liegt zum Franken mit 0,9878 CHF leicht im Plus.

Marktbeobachter sprachen von einer allgemeinen Dollarstärke am Devisenmarkt, die den Euro im Gegenzug belastet. Nach wie vor hätten verbesserte Aussichten für eine Steuerreform in den USA der amerikanischen Währung Auftrieb verliehen, hiess es in einer Analyse von Experten der Bayerischen Landesbank. Ausserdem sorgte die erneute Zuspitzung im Katalonien-Konflikt für Verunsicherung, wenn auch nur in verhaltenem Ausmass.

ZKB ERWARTET EURO-FRANKEN-KURS MITTELFRISTIG LEICHT HÖHER

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) rechnet in ihrer technischen Analyse für den Euro-Franken-Kurs mittelfristig mit einer Aufwärtstendenz. In der vergangenen Woche habe der Kurs etwas höher tendiert, nachdem bereits im September ein neues Jahreshoch erreicht habe und der mittelfristige Aufwärtstrend damit bestätigt worden sei. Auch die kurzfristigen Momentum-Indikatoren zeigen laut den ZKB-Experten leichten Aufwärtsdruck. Auf Sicht der nächsten Monate rechnen sie mit einem Aufwärtstrend in Richtung 1,17 CHF.

Mit Blick auf den Dollar-Franken-Kurs sehen die ZKB-Experten den kurzfristigen Ausblick etwas aufgehellt. Dies, nachdem in der letzen Woche der Widerstand bei 0,98 CHF überschritten worden sei. Auf Sicht der kommenden Wochen rechnet die ZKB nun mit einer Aufwärtstendenz in Richtung 0,998 CHF.

YEN SCHWÄCHER NACH ABE-WAHLSIEG

Verluste verzeichnete der japanische Yen. Am Markt wurde dies mit dem Sieg der Regierungskoalition bei den japanischen Parlamentswahlen vom Wochenende begründet. Der Wahlsieg von Premierminister Shinzo Abe sei ein Signal, dass es weiter gehe wie bisher, schrieb Ulrich Leuchtmann, Devisenexperte bei der Commerzbank. Eine Fortsetzung der nach Abe benannten Wirtschaftspolitik ist damit sehr wahrscheinlich. Die "Abenomics" sehen unter anderem eine extrem lockere Geldpolitik vor, die den Yen schwächt.

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(AWP)