Devisen: Euro gibt zu Dollar weiter nach - Franken tiefer zu Euro und Dollar

Der Euro hat am Mittwoch an die Verluste zum US-Dollar seit Beginn der Woche angeknüpft. Im Vormittagshandel ist die europäische Gemeinschaftswährung erneut unter Druck geraten und steht bei 1,1756 USD. Das Tagestief lag gar bei 1,1742 USD.
27.09.2017 10:08

Der Schweizer Franken verlor im bisherigen Tagesverlauf sowohl zum Euro wie auch zum US-Dollar. Der Euro kostet im Vormittagshandel 1,1445 CHF und weist damit ein Plus von rund 0,2% auf Vergleich zum Vortag. Der Dollar liegt mit 0,9734 CHF gar rund 0,5% im Plus

Marktbeobachter sprachen von einer allgemeinen Dollar-Stärke im Devisenhandel. Der Greenback konnte zu allen wichtigen Währungen der Welt zulegen, während der Euro seine Verluste der vergangenen Handelstage im Gegenzug ausgeweitet hat. Die Spekulation auf eine Steuerreform in den USA sorgte für Auftrieb beim Dollar. Am Markt wird erwartet, dass US-Präsident Donald Trump im weiteren Handelsverlauf die lange erwarteten Steuerpläne vorlegen wird. Diese sollen vor allem Unternehmen deutlich entlasten.

Für Auftrieb beim Dollar sorgte aber auch die Geldpolitik in den USA. Die Präsidentin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, habe mit ihrer Rede vom Vorabend eine weitere Zinserhöhung in den USA im Dezember wahrscheinlicher gemacht, kommentierte Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. Trotz einer vergleichsweise niedrigen Inflation in den USA will das Fed die Zinserhöhungen seiner Einschätzung nach "eisern fortsetzen". "In dubio pro Zinserhöhung scheint ihr Motto zu sein", sagte Leuchtmann.

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(AWP)