Devisen: Euro gibt zu US-Dollar und Franken nach

Der Euro hat am Montag nachgegeben. Am Nachmittag fiel die Gemeinschaftswährung unter 1,16 USD und zeitweise bis auf 1,1580 USD. Zuletzt stand der Kurs bei 1,1586 USD. Auch gegenüber dem Schweizer Franken gab der Euro nach und notierte zuletzt bei 1,1594 CHF, nachdem er am Mittag noch über 1,16 CHF lag. Der Dollar-Franken-Kurs zeigt sich derweil kaum verändert und notiert mit 1,0007 CHF etwa auf dem Niveau vom Mittag.
06.11.2017 17:06

Konjunkturdaten aus dem Euroraum fielen gemischt aus. Überzeugen konnte die Anlegerstimmung im Währungsraum, gemessen durch das Sentix-Konjunkturbarometer. Der Indikator war erneut auf ein Zehnjahreshoch gestiegen. "Die globale Konjunktur boomt", kommentierte Sentix. Die Unternehmensstimmung, gemessen am Markit-Einkaufsmanagerindex, hatte sich dagegen etwas eingetrübt. Allerdings notiert der Frühindikator weiter auf hohem Niveau.

Unterdessen dreht sich das Personalkarussell bei der US-Notenbank Fed immer schneller. Der Präsident der regionalen Notenbank von New York wird vorzeitig aus dem Amt scheiden. William Dudley werde Mitte 2018 seinen Posten verlassen, teilte die Notenbank mit. Damit sei sichergestellt, dass ein Nachfolger gefunden sei, bevor Dudleys Amtszeit im Januar 2019 ende. Am Wochenende hatte bereits der US-Fernsehsender CNBC über die anstehende Personalentscheidung berichtet.

Neben Dudley müssen in absehbarer Zeit sowohl die Posten des Fed-Vorsitzenden als auch des Fed-Vizevorsitzenden neu besetzt werden. Für den Vorsitz hatte US-Präsident Donald Trump vergangene Woche den jetzigen Fed-Gouverneur Jerome Powell als Nachfolger von Janet Yellen nominiert. Er muss vom Senat bestätigt werden. Die Nachfolge des bereits zurückgetretenen Fed-Vizevorsitzenden Stanley Fischer ist dagegen offen. Darüber hinaus sind weitere Positionen im Führungsgremium der Notenbank zu besetzten.

ZKB SIEHT EUR/CHF MITTELFRISTIG LEICHT HÖHER

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) erwartet in ihrer technischen Analyse den Euro-Franken-Kurs auf mittlere Frist leicht höher. Dies, nachdem der Kurs in der vergangen Woche wieder etwas höher tendierte und davor ein neues Jahreshoch erreicht hatte. Auf Sicht der kommenden Monate rechnen die ZKB-Experten damit mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends in Richtung 1,185 CHF. Die kurzfristigen Momentum-Indikatoren seien derweil neutral.

Für das Währungspaar Dollar/Franken habe sich der mittelfristige Ausblick mit dem Anstieg über 0,98 CHF etwas aufgehellt, so die Experten weiter. Die kurzfristigen Momentum-Indikatoren zeigten nun einen leichten Aufwärtsdruck und es sei zunächst ein Test des Widerstands um 1,01 CHF zu erwarten. Im Anschluss daran rechnet die ZKB mit einer temporären Konsolidierung, bevor es im weiteren Verlauf wohl noch Potential in Richtung 1,03 CHF gebe.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1'270,90 (1'267,20) USD gefixt.

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(AWP)