Devisen: Euro gibt zum Dollar einen Teil der starken Gewinne wieder ab

Der Euro hat am Montagmorgen wieder etwas von den starken Gewinnen nach dem Wahlausgang in Frankreich abgegeben. Nach Veröffentlichung der Hochrechnung im ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen war der Kurs der Gemeinschaftswährung zum US-Dollar zeitweise bis auf 1,0937 USD gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit November. Mit 1,0860 USD notiert der Euro aber immer noch deutlich höher als am Freitagabend mit 1,0696 USD.
24.04.2017 08:29

Zum Schweizer Franken notiert der Euro zuletzt bei 1,0823 nach 1,0674 CHF am Freitagabend. Im Hoch zog der Euro auf 1,0827 CHF an. Der Dollar steht zum Franken aktuell bei 0,9967 CHF nach 0,9979 CHF im späten Handel am Freitag.

Marktbeobachter sprachen von einer Gegenbewegung nach dem Kurssprung vom Vorabend. Diese hat den Euro nach dem Hoch am Vorabend wieder etwas mehr als ein halbes Prozent nach unten gedrückt.

Nach Einschätzung des Experten Daisuke Karakama von der japanischen Mizuho Bank hat sich der Fokus der Anleger am Devisenmarkt ausserdem bereits ein Stück weit von der Frankreich-Wahl auf die politische Entwicklung in den USA verschoben. Demnach werde der Dollar derzeit von der Aussicht auf Steuersenkungen durch die amerikanische Regierung gestützt und der Euro im Gegenzug belastet. Am Markt gebe es die Erwartung, dass die Regierung in Washington im Verlauf der Woche Pläne zu Steuersenkungen vorlegen könnte, sagte Karakama.

Am Vorabend hatte der Wahlausgang in Frankreich den Euro innerhalb von kurzer Zeit um mehr als 2% nach oben schnellen lassen. Nach dem ersten Wahlgang bei den Präsidentschaftswahlen haben es der Linksliberale Emmanuel Macron sowie die Rechtspopulistin und Euro-Gegnerin Marine Le Pen in die Stichwahl am 7. Mai geschafft. Laut jüngsten Umfragen werden Macron im entscheidenden Wahlgang die besseren Chancen eingeräumt.

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(AWP)