Devisen: Euro gibt zum Dollar leicht nach - Schweizer Franken unter Druck

Der Euro hat am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar leicht nachgegeben. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1643 USD und damit etwas weniger als am Vorabend. Am Dienstagnachmittag war der Euro kurzzeitig über 1,17 USD gestiegen und damit so teuer wie seit August 2015 nicht mehr.
26.07.2017 13:15

Für Gesprächsstoff sorgte ab Mittag vor allem der Franken. Nachdem sich das EUR/CHF-Paar ohnehin in den vergangenen Tagen recht stabil um die Marke von 1,10 bewegt hatte, zog das Paar am Mittwochvormittag sehr deutlich an und notiert bei Kursen von 1,1160 so hoch wie zuletzt im Februar 2016. Am Markt verweisen Händler auf ein Interview mit SNB-Chef Thomas Jordan mit der französischen Zeitung "Le Temps". Darin hatte er den Franken als nach wie vor überbewertet bezeichnet. Die habe nun Spekulationen ausgelöst, dass die aktuelle Frankenschwäche womöglich künstlich verstärkt werden könnte. Auch zum Dollar gibt der Franken am Mittwoch nach und steht aktuell bei 0,9585 CHF unter den 0,9529 vom Vormittag.

Im weiteren Handelsverlauf richten sich die Augen der Anleger auf die amerikanische Geldpolitik. Am Abend wird die US-Notenbank Fed ihre Zinsentscheidung bekanntgeben. Es wird zwar nicht mit einer erneuten Erhöhung des Leitzinses gerechnet. Fachleute erhoffen sich aber Hinweise auf den geldpolitischen Kurs im weiteren Jahresverlauf. Im Mittelpunkt dürften Bemerkungen zur vergleichsweise schwachen Inflation und zum geplanten Abbau der nach wie vor riesigen Fed-Bilanz stehen.

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(AWP)