Devisen: Euro gibt zum Dollar nach - EUR/CHF wieder über 1,08

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Montag im frühen Handel zum US-Dollar nachgegeben. Entlastende Nachrichten für die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton in der E-Mail-Affäre gaben dem US-Dollar Auftrieb. Am Morgen kostete der Euro 1,1059 Dollar und damit weniger als vor dem Wochenende. Zum Franken erholte sich der Euro dagegen leicht und wird wieder oberhalb der Marke von 1,08 CHF gehandelt.
07.11.2016 08:35

Ein Euro kostet am Montagmorgen 1,0811 CHF nach 1,0787 am Freitagabend. Der US-Dollar wird derweil mit 0,9776 CHF nach 0,9697 CHF deutlich fester gehandelt.

Die bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen dominieren derzeit das Geschehen am Devisenmarkt. Eine Prüfung neu entdeckter E-Mails habe keine Hinweise auf ein kriminelles Verhalten Clintons ergeben, teilte der Chef der Bundespolizei FBI, James Comey, am Sonntag in einem Brief an Kongressmitglieder mit. Die neuerliche Untersuchung hatte Clinton zuletzt Einbussen in den Umfragen beschert. "Die Wahlchancen der demokratischen Kandidatin scheinen wieder gestiegen zu sein", kommentiert Ulrich Leuchtmann, Devisenexperte bei der Commerzbank.

In diesem Umfeld sorgten Zahlen zu den Industrieaufträgen in Deutschland kaum für Bewegung am Devisenmarkt. Im September gingen laut Statistischem Bundesamt 0,6 Prozent weniger Aufträge ein als im Vormonat. Analysten hatten dagegen im Mittel einen leichten Zuwachs um 0,2 Prozent erwartet. Im weiteren Tagesverlauf werden neben Zahlen zur Industrieproduktion in Spanien noch Daten zum Einzelhandel in der Eurozone sowie zum Investorenvertrauen veröffentlicht. In den USA stehen Zahlen zu den Verbraucherkrediten an.

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(AWP)