Devisen: Euro gibt zum Dollar nach - zum Franken stabil

Der Euro hat zum US-Dollar am Dienstag im Vormittagsverlauf nachgegeben und ist auf unter 1,16 Dollar gefallen. Händler erklärten die Verluste mit dem auf breiter Front zulegenden US-Dollar. Im Vormittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1567 Dollar und damit einen halben Cent weniger als am Vorabend.
04.09.2018 10:29

Das Währungspaar Euro/Schweizer Franken erweist sich derweil als stabil. Aktuell notiert der Euro bei 1,1260 Franken nach 1,1255 am früher Morgen und 1,1265 Franken am Montagabend. Der US-Dollar machte auch gegenüber dem Franken an Boden gut und wird derzeit zu 0,9735 Franken gehandelt.

Nicht nur der Euro wurde durch den aufwertenden amerikanischen Dollar belastet, auch viele andere Währungen. Ein entscheidender Grund für die Dollar-Stärke ist der schwelende Handelsstreit zwischen den USA und China. Sollte US-Präsident Donald Trump seine Warnung wahr machen und weitere chinesische Produkte im Wert von 200 Milliarden Dollar mit Zöllen belegen, würde der Disput zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften der Welt wohl gänzlich eskalieren.

Unter erhöhtem Druck stand zuletzt der südafrikanische Rand. Die Währung Südafrikas zählt zu den Devisen, die von der zurzeit negativen Marktstimmung gegenüber den Schwellenländern am stärksten betroffen sind. Typischerweise stehen besonders Länder unter Druck mit hohen Zwillingsdefiziten im Handel und im Staatshaushalt, einer hohen Verschuldung in ausländischer Währung, hoher Inflation und politischen Problemen.

An Konjunkturdaten werden am Dienstag erst am Nachmittag entscheidenden Zahlen erwartet. Dann wird der vielbeachtete ISM-Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie veröffentlicht. Der Indikator weist einen hohen Gleichlauf mit der tatsächlichen Wirtschaftsentwicklung in den USA auf. Analysten rechnen mit einem leichten Rückgang von hohem Niveau aus. bgf/tos/fba/ab/kw

(AWP)