Devisen: Euro gibt zum Dollar weiter nach - Dollar legt zu

Der Euro hat am Donnerstag an seine Kursverluste vom Vortag angeknüpft und ist weiter gesunken. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1850 USD und damit weniger als am Morgen mit 1,1875 USD. Am Dienstag hatte der Euro mit 1,2070 Dollar den höchsten Stand seit Anfang 2015 erreicht.
31.08.2017 14:06

Gegenüber dem Schweizer Franken vermag sich der Euro bis am frühen Donnerstagnachmittag indes behaupten. Aktuell notiert er auf 1,1459 nach 1,1450 CHF am Morgen. Der US-Dollar steigt auf 0,9670 (0,9642) CHF.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält trotz der jüngsten Frankenabwertung Negativzinsen und die Bereitschaft der Notenbank zu einem Eingreifen am Devisenmarkt weiterhin für unabdingbar. Die jüngste Abschwächung des Frankens gegenüber dem Euro sei positiv, allerdings bleibe die Situation fragil, wie SNB-Direktoriumsmitglied Andrea Maechler am Donnerstag sagte.

Auslöser der Euro-Verluste war der festere US-Dollar, der zu vielen Währungen zulegte. Damit holt die US-Währung weiter auf, nachdem sie bis inklusive Dienstag unter Druck gestanden hatte. Am Markt wurde die insgesamt bessere Finanzmarktstimmung als Grund für die Dollar-Erholung genannt.

Neue Inflationsdaten aus dem Euroraum sorgten am Devisenmarkt nicht für starke Bewegung. Mit 1,5 Prozent ist die Teuerung in der Eurozone im August zwar höher als erwartet ausgefallen. Die weniger schwankungsanfällige Kerninflation betrug jedoch unverändert 1,2 Prozent. Beide Raten liegen klar unter dem Preisziel der EZB von knapp zwei Prozent. Das spricht eher für als gegen eine anhaltend lockere Geldpolitik.

Im Nachmittagshandel werden in den USA ebenfalls Inflationsdaten veröffentlicht. Es wird das Teuerungsmass PCE erwartet, an dem sich die US-Notenbank in ihrer Geldpolitik orientiert. Ausserdem steht der Chicago-Einkaufsmanagerindex an.

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(AWP)