Devisen: Euro gibt zum US-Dollar nach - Verteidigt zum Franken 1,08er Marke

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Montag gegenüber dem US-Dollar weiter unter Druck gestanden. Gegen Mittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1070 US-Dollar und damit etwas weniger als vor dem Wochenende.
07.11.2016 13:45

Zum Franken pendelt der Euro weiter in einer engen Spanne um die 1,08er Marke. Bei der Commerzbank zeigen sich die Devisen-Experten in einem aktuellen Kommentar etwas unruhig, weil die SNB - anders als etwa vor dem Brexit-Votum - keinen Puffer an Franken-Schwäche schaffe. Dieser könne im Falle eines Wahlsiegs Donald Trumps verhindern, dass der Franken zu stark aufwertet. Bei einem Kurs des EUR/CHF-Paares von knapp über 1,08 könne man aber kaum von einem schwächeren Franken sprechen. Der US-Dollar geht am Montagmittag zu 0,9775 CHF um und damit gefestigter als noch vor dem Wochenende.

Der amerikanische Dollar legt auch gegenüber anderen Währungen zu und auch der mexikanische Peso wertet auf. Der US-Dollar und die Währung Mexikos erhalten deutlichen Rückenwind durch die aktuelle Nachrichtenlage in den USA. Dort hatte die Bundespolizei FBI am Sonntagabend mitgeteilt, dass eine Prüfung neu entdeckter E-Mails keine Hinweise auf ein kriminelles Verhalten von Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ergeben hätte. Vor wenigen Tagen hatte FBI-Chef James Comey die Entdeckung und neue Untersuchungen gegen Clinton bekanntgegeben. Dies hatte der Demokratin schlechtere Umfragewerte beschert.

Der mexikanische Peso legt ebenfalls deutlich zu. Die Währung Mexikos gilt wegen zahlreicher Punkte im Wahlprogramm des republikanischen Kandidaten Donald Trump, die sich im Falle ihrer Umsetzung negativ auf Mexiko auswirken würden, als stark beachtetes Wahlbarometer. Deutliche Verluste musste hingegen der japanische Yen einstecken. Er geniesst unter Anlegern den Ruf eines sicheren Anlagehafens in ungewissen Zeiten.

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(AWP)